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Stärke des Christen

Stärke des Crristen

Eines der größten Modeworte unserer Zeit, neben den verschiedensten Auskleidungen des Begriffs „Schönheit„, die uns in den Medien täglich gegenübertreten, ist der Begriff „ Selbstvertrauen„. Kaum eine Zeitschrift, kaum ein „Lebenshilfebuch„ kommt ohne dieses Wort heutzutage aus, ja vielmehr wird uns tag täglich vor Augen geführt, wie sehr wir ein Gefühl des Vertrauens in uns selbst benötigen - ganze Bibliotheken könnte man mit den zahlreichen Theorien füllen, welches Verhalten wir indoktrinieren müssen, um den gewünschten Erfolg, nämlich unbegrenztes Vertrauen aus uns selbst und zu uns hin, zu erreichen.
Schaut man sich die Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft einmal aus der Nähe an, so kommt man unweigerlich zu der Schlussfolgerung, dass die Bestrebungen, die Individualität eines jeden Einzelnen in einen normierten „Schmelzofen„ zu werfen, immer größer zu werden scheinen. Wir alle sollen bestimmten Schönheitsnormen folgen - wer dies nicht tut ist sowieso nicht erfolgreich, so glauben viele . Darüber hinaus hat sich unsere mediale Welt einen neuen Markt eröffnet, der in der Kreation von „idealen Verhaltensmustern„ sich manifestiert - wir alle sollen stark, unabhängig und mit einem fast maßlosen Selbstvertrauen mit Stechschritt durch die uns umgebende Welt laufen - wer dies nicht zu leisten vermag - Pech gehabt - dann hat eben den Erfolg ein anderer!

Um uns der eingangs gestellten Problematik nähern zu können, inwieweit innere Stärke und der Terminus des Selbstvertrauens in gegenseitiger Verwiesenheit stehen, müssen wir allenthalben versuchen, den Begriff „Selbstvertrauen„ in eine Definition zu kleiden um ihn somit der Fassbarkeit zuzuführen.
Selbstvertrauen bedeutet in meinen Augen, dass man versucht, emanzipiert von Gott aus sich selbst heraus Vertrauen und Kraft zu schöpfen. Wer braucht schon Gott, wenn man durch ein großes Maß an „Eigenüberzeugtheit„ so vieles in dieser Welt zu erreichen vermag?
Ein Grundproblem unserer heutigen laizistischen Welt ist, dass wir in unserem Leben Gottes Existenz in Klammern gesetzt haben - diese uns umgebende Welt ist ganz von uns selbst gemacht - Gott kommt darin nicht mehr vor. Folgt man diesem Weg weiter und überlässt durch eine solch spürbare Kälte Gott gegenüber dem Menschen sich selbst, dann versucht dieser unweigerlich, das unbegreifbare Phänomen der Schöpfung und Individualität eines jeden Menschen in die Kleinheit der menschlichen Begreifbarkeit zu zwängen - daß ein jeder Mensch, ein jedes Individuum nun einmal von der großen und unergründlichen Schöpfungsvernunft Gottes einzigartig geschaffen wurde, entzieht sich unserer Begreifbarkeit. Wie begegnet man heute diesem Problem? Ganz einfach - wir werfen unsere Individualität, die gerade in unserem Aussehen und Verhalten ihre Ausprägung erhält in einen großen, uniformen Schmelzofen. Das Ergebnis: der Mensch hat idealerweise so und so auszusehen und sich so und so zu verhalten - wagt es Jemand, von dieser Norm abzuweichen - na dann kann „Der„ was erleben. Genau hier zeigt sich die Brutstätte jedweder Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung.
Genau hier zeigt sich ganz deutlich, wie schwer und eigentlich unmöglich es ist, in unserer heutigen Zeit „Selbstvertrauen„ zu entwickeln, wenn man nicht den Normen der Gesellschaft zu entsprechen vermag.
Doch nun die gute Nachricht - wahres Vertrauen in die eigene Person basiert nicht auf äußeren Umständen! Wahre Vertrauen in unsere Fähigkeiten und Persönlichkeit erlangt man allenthalben nur, wenn man dieses auf Gott unseren Schöpfer bezieht und uns aus dieser Perspektive betrachtet.
Gott hat einen jeden von uns wunderbar und würdig erschaffen - wir sind zu einem ganz bestimmten Zweck hier auf der Welt - Gott gab uns und gibt uns alles das an die Hand, was wir zu unserem Lebensweg und zu unserer Verwirklichung unseres Lebenszweckes benötigen. Alles was wir sind - wie wir uns verhalten, wie wir aussehen, was wir können - all das ist absolut ausreichend für unser Leben. Betrachtet man die heutigen gesellschaftlichen Bestrebungen, uns einander in der Erschaffung von Idealen einander gleich zu machen in dem Licht des eben Gesagten, so scheint doch das „Grinsen des Mephistopheles„ vor dieser Zeiterscheinung hervor. Eine jede Selbstkritik an uns ist somit eine Kritik an unserem Schöpfer und somit von vornhinein sinnfrei, denn: ein Jeder ist perfekt so wie er ist, da Gott nun einmal keine Fehler macht!!!

Gehen wir dazu über, uns von der medialen Vergewaltigung unserer Individualität frei zu machen, in dem wir uns Gott anvertrauen und unser Leben auf ihn ausrichten - setzen Sie sich selbst in ihrer Individualität dieser Welt gegenüber. Vertrauen Sie darauf, dass nur Gott allein uns Stärke, Kraft und Vertrauen zu uns selbst - zu „seiner Schöpfung„ - zu vermitteln vermag.
Glauben Sie an Gottes Macht - werden Sie „ruhig vor dem Herrn und erwarten gelassen sein Tun„ ( Psalm 37) - er wird Sie zu der Erkenntnis führen, dass sie „JEMAND„ und nicht „jemand„ sind in dieser Welt.