Lebensfreude
Lebensfreude
„Freuet euch dem Herrn alle Tage und abermals sage ich euch freuet euch, denn der Herr ist nahe ( Philipper 4;4)„ - so klar und eindeutig umschreibt der Apostel Paulus den Kern wahrer, christlicher Lebensfreude.
Gerade heute, in einer Zeit, in der das Diktat des Leistungsdenken den Wert des Menschen vorzugeben versucht, in der Egoismus und die Verleitungen der Logik des „Karrieredenkens„ so eindringlich in das Denken und Handeln vieler Menschen eingegangen ist und auch weiterhin einzugehen droht - gerade hier tut es Not, den Begriff „Lebensfreude„, der so unersetzbar wichtig für einen Jeden von uns ist, näher in eine Definition zu kleiden, ja vielmehr noch diesen großen Begriff aus der Perspektive Gottes, unseres Schöpfers, zu
durchleuchten.
Die Dimensionen des Begriffs Lebensfreude sind sicherlich für einen Christen in einer anderen Weise begreifbar und gegenwärtig, als dies sich einem Agnostiker oder Atheisten erschließen würde.
Die Gabelung dieser beiden Erläuterungswege liegt in unserer getroffenen Grundentscheidung verborgen, die nun einmal für ein jedes menschliches Individuum unumgänglich zur Entscheidung drängt - die Frage nach Gott.
Sehr häufig wird in unserer Gesellschaft eine Entscheidung dafür, daß Gott wahrhaftig existent und gegenwärtig ist, als hoffnungsloser „Präteritialismus„ gehalten. Der christliche Glauben, dessen Grundinhalte in so vielfältiger Weise den Erfolgsnormen unserer Gesellschaft zuwider laufen, erfährt zunehmend den Ruf, gestrig und moralisch doktrinierend zu sein. Eine Kirche, die sich der Heiligen Schrift und ihren Lebensnormen unterwirft, gilt nuneinmal als ewig gestrig und menschenfeindlich.
Heutzutage ergreift die Wüste der Gottesferne, die sich in der agnostischen oder atheistischen Lebensweise postuliert, viel realitätsbezogener zu sein. Was will uns Gott schon bieten? Glaubbar ist in unserer technisiert wissenschaftlichen Welt nur etwas, was man in Experimenten sichtbar zu machen versteht - da Gott nun einmal nicht empirisch und positivistisch zu erklären ist - ja, Pech gehabt, dann kann er eben nicht existieren!
Ein solcher Lebensweg, der im übrigen ebenso wenig Beweisbarkeit in sich trägt, wie der Glaube an Gott - sicherlich, Niemand kann Gott experimentell beweisen, allerdings eine Beweisführung, die die Existenz Gottes negiert, ist gleichwohl undurchführbar - sucht die Lebensfreude in den Erfahrungswelten dieser Erde. Vergnügen, sich alles leisten können - dies scheinen die Parameter der Lebensfreude der Diesseitigkeit zu sein. Wäre allerdings ein solcher Weg zielführend, so bin ich der Meinung, wären die Exzesse und Süchte der „Schönen und Reichen„, die uns tag täglich medial begegnen, wohl kaum so vielfältig gesät.
Offensichtlich ist es wahr - Geld macht nicht glücklich!
Der Mensch - das Geschöpf Gottes - ist von ihm und seiner unendlichen Sinnfülle ebenbildlich zu Ihm geschaffen worden. Daher lässt sich wohl auch erklären, daß der Mensch allenthalben einen Sinn für sein Leben benötigt, dem er nachgeht und in dem er standzufassen vermag. Ein Leben ohne Sinn ist ein leeres, undefiniertes und freudloses Leben - kein Geld der Welt und keine Droge der Welt vermag diesen Mangel zu beseitigen, allenfalls für eine kurze Zeit zu betäuben.
Von dieser Sicht her erklärt sich die Tatsache, daß wahre Lebensfreude des lebhaften erkennens eines Lebenssinnes bedingt. Daher kann Paulus auch befreit, ungeachtet seiner Umstände sagen „ freuet euch dem Herrn alle Tage„ - nur, wer seine Freude in die diese Welt so übermäßig übersteigende Liebe Gottes einbettet, kann wahrhaftig seines Lebens froh werden. Hängt nämlich unsere Lebensfreude an weltlich erfahrbaren Umständen, so würden wir wie ein führungsloses Schiff vom Sturm der Umstände hin - und hergeworfen werden.
Wer in das Experiment des Glaubens eintritt, wer dadurch erfährt, daß Gott wahrhaftig liebend uns tag täglich entgegengeht, das wir nicht ein missglücktes Produkt der Evolution sind, sondern von seiner Hand geschaffen und gebraucht werden - nur dann sieht man in seinem Leben einen wahrhaftigen Sinn, der Frieden und Freude in Fülle gebiert.
Folgen Sie Jesus Christus - erfahren Sie, wie sehr Gott Sie und mich liebt und wie sehr er Sie und mich - gerade in unserer heutigen Zeit - benötigt. Nur so wird es möglich sich „ alle Tage des Herrn zu freuen„, egal, was unser Tag - ja vielmehr unser Leben für uns bereit hält. Wir alle gehören Gott, er trägt uns in seiner schützenden, väterlichen Hand - wenn das kein Grund zur Freude ist?
