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Februar 2008

Februarpredigt

Eine Macht die Berge versetzt
Teil I

Markus 11,12-26
:“ Alles was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, das ihrs empfangt, so wird es euch zuteil werden!“



Die Gnade unseres Herrn sei alle Zeit mit euch!

Liebe Schwestern und Brüder,

ich stelle eine ganz einfache Frage an den Anfang : wer glaubt tatsächlich, das die eben gehörten Worte Jesu auch Realität, ja vielmehr noch eine Tatsächlichkeit in unserem Leben ist? Wer kann wirklich glauben, das alles, um das wir bitten, uns auch zu teil werden kann, wer kann tatsächlich glauben, das wir, wenn wir nur glauben, Berge versetzen, unser Leben sozusagen ebnen können mit der Hilfe des Herrn, die uns in den Worten des Markus Evangeliums geschenkt wurden?

Die Antwort auf diese Fragen kann sehr einfach beantwortet werden – Jesus, der ganz Mensch und ganz Gott ist, der die Abgründe der Menschennatur kennt, der um unsere Probleme und Verzweiflungen weiß – er glaubt, ja er weiß, das diese seine Worte absolute Wahrheit sind. Ja, unser Glaube hat Macht, unser Glaube ist keine gegenstandslose Kommunikation, die wir im letzten mit uns selber führen, ja, in Christus Jesus können wir wahrhaft Berge versetzen, den Bedrohungen und Finsternissen unseres Lebens mit der guten Kraft des Glaubens begegnen.

Doch hören wir doch nun auf die Worte Jesu, dringen wir tiefer in ihre Bedeutung, die der Herr uns heute schenken und offenbaren will.

Der fruchtlose Feigenbaum
Die Begebenheit, die uns der Herr in diesem seinem Wort offenbaren will, trug sich wie folgt zu.

Jesus, auf dem Weg mit seinen Jüngern, sah einen Feigenbaum am Wege stehen – voller Blätter. Er hatte Hunger, also ging er auf diesen Baum zu um von ihm zu essen.
Doch zu seiner Überraschung trug dieser Baum keine einzige Frucht. Daraufhin sprach er: „ Nun esse niemand mehr eine Frucht von Dir in Ewigkeit!“

Das sprachliche Bild des Feigenbaums begegnet uns in den Evangelien des Neuen Testaments des öfteren.
Im Lukasevangelium, im Kapitel 13, erzählt man von dem fruchtlosen Feigenbaum, der die Geduld des Besitzers in ungebührender Weise auf die Probe stellt. Schon drei Jahre hat er keine Frucht getragen, nutzlos entkräftet dieser Baum den Boden – kurz um – der Baum soll gefällt werden.
Der Gärtner hingegen ist da anderer Meinung – er verspricht, sich ganz besonders um diesen Baum zu kümmern. Er will erneut seine Kraft, sein Wissen in diesen Baum investieren, bevor der Besitzer endgültig das bisherige Trauerspiel um den Baum jäh beenden kann.

Das Gleichnis vom Feigenbaum führt mich gedanklich zu meinem eigenen Leben, zu dem Leben der Menschen im allgemeinen. Dabei ist es gleichgültig, ob wir von den Menschen heute, oder aber von den Menschen in früherer Zeit zu reden versuchen. Bringen wir wirklich für das Reich Gottes Frucht? Sind wir nicht auch zuweilen wie der nutzlose Feigenbaum, indem wir hinter unserer Bestimmung, hinter unseren Fähigkeiten aus Angst zurück bleiben, weil wir fürchten, den Aufgaben und Zielen, die Gott uns zugetragen hat, einfach nicht bestehen können?
Wir sind als Gottes Kinder erschaffen worden. Wir sind das Gegenüber der Liebe und Barmherzigkeit Gottes, unser Leben ist ihn hin verwiesen – denn ihm sollen und können wir vertrauen, auf ihn können wir unserem Leben das rechte Fundament setzen, das wahrhaftig Bestand haben wird.

Unweigerlich stelle ich mir die Frage, was denn nun vorrangig in unserem Leben sein soll – die Frucht der Tat, das mutige zugehen auf unsere jeweiligen Bestimmungen, oder aber der unverrückbare Glaube an Gott, dessen erkennen und folgen unsere Frucht im Leben hervorzubringen vermag?
Ein Leben, das ohne Bezug zu Gott, das ohne Glaube und ohne die Gnade des Herrn verbracht wird, trägt niemals Frucht. Denn welche Frucht soll das denn sein? Wie können wir ohne unseren Schöpfer erkennen, wo unsere Bestimmung liegt, wie können wir ohne seine Gnade und Vergebung im Angesicht unserer Kleinheit und Sündhaftigkeit, mutig auf unserem Lebensweg voranschreiten?

Den Glauben leben, mit Gott sein Leben verbringen – das klingt jetzt gerade nicht wirklich so schwer. Gottes Wort mit Leben füllen, seinen Weisungen gerecht zu werden – ich denke, dies muss doch eigentlich einem Christen möglich sein, oder?
Wenn ich so auf mein Leben schaue, so ist dies keinesfalls so leicht und locker zu bewerkstelligen. Sicher, am Sonntag, an den Feiertagen, wo man Zeit zur inneren Einkehr findet, wo die Strömungen des Alltags nicht den wahren Weg unseres Lebens verstellen – da ist es sicherlich möglich, den Blick auf Gott, auf Christus daselbst zu richten. Doch gelingt es mir auch in den Trubeleien des Alltags, in dem man nur allzu leicht den Blick auf das Wesentliche verlieren kann, wo so unendlich viele Dinge ach so viel wichtiger sind als mein Glaube, meine Bestimmung, die in Christus Jesus mir geschenkt wurde?

Der Feigenbaum, dem Jesus begegnet, trug viele Blätter. Also äußerlich, denke ich, machte dieser Baum etwas her. Trotz der widrigen Bedingungen – das Heilige Land ist nicht gerade ein Paradies für die Botanik – trug dieser Baum ganz stolz seine grüne Pracht, doch Früchte trug er nicht.
Mit dem Glauben ist es in meinen Augen auch manchmal ganz ähnlich. Ja, wir sind bereit, unseren Glauben zu bekennen, ja wir sind bereit Gottes Wort zu folgen, ihm unser ganzes Leben anzuvertrauen – doch die Realität sieht oftmals ganz anders aus.

Wenn ich mir einmal eine ganz normale Arbeitswoche vorstelle, ausgefüllt mit der Arbeit, der Familie, so erkenne ich doch, wie wenig prioritiv behandle ich meinen Glauben. Denn stelle ich mir die Frage, inwieweit ich wirklich täglich die Bibel lese, stelle ich mir die Frage, inwieweit ich wahrlich meinen Tag mit Gott lebe, ihn anrufe, ihn wahrlich niemals aus den Augen verliere, so wird mir bewusst, das ich noch ein hartes Stück Arbeit vor mir habe, bis mein Glaube nicht nur den Blättern des Feigenbaums entspricht, sondern wahrhaft im Sinne Gottes Früchte trägt.



In diesem Zusammenhang besinne ich mich auf die Worte des Psalmisten, der im 1.Psalm wie folgt zu uns spricht : „ Wohl dem der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht – der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht
( Ps.1,1-3)“.

Hier liegt also ein Bruchteil der Antwort verborgen – ich muss mich besinnen auf den Herrn, auf sein Wort – nicht mein hektisches Getue, nicht meine verzweifelte Besorgnis, nicht das Bauen auf meine eigene Person lassen mein, ja unser Leben recht werden – nein, in Gott, in seinem Wort, in seiner Zuwendung an uns liegt die Wahrheit, die das Leben ist. Im Besinnen auf Ihn entdecke ich, wie sehr ich von ihm getragen werden, wie tief mich sein Wort im innersten meiner Seele umgestaltet – hier bin ich heil, hier bin ich der Feigenbaum, der nicht nur Blätter trägt, sondern an dem die Früchte des Heils und des Glaubens langsam heranwachsen.
Haben wir Geduld – wieso?
Nun, wie oft habe ich mich schon dabei erwischt, das ich im Bezug auf mein Leben, meinen Glauben voller Ungeduld auf etwas gewartet habe, als ob mein Herrgott sich nach einem Zeitplan sein Handeln vorgeben lässt – nein, wir alle können im gelebten Glauben Früchte tragen, jedoch wird dieser Prozeß länger dauern als es unsere Zeit im Diesseits zulassen wird. Ein jeder, der sich wahrlich auf den Herrn, auf sein Wort und seine Verheißungen verlässt, wird kein unfruchtbares Leben führen, denn dann werden wir erkennen, das wahrlich Gott bewirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, wie es uns schon der Heilige Paulus sagte.

Einige von Ihnen werden sicherlich jetzt denken – na ja, das hört sich ja ganz gut an, aber wie nur soll man das umsetzen? Und so kommt es dann – ich habe es selbst viele Male erlebt – das man die Kirche, das Zimmer oder jeden anderen Ort, an dem man das Wort Gottes hörte, verlässt in dem Bewusstsein, das man ja eigentlich etwas in seinem Leben verändern müsste, doch die allgemeine Trägheit und Monotonie des Alltags lassen die guten Vorsätze immer mehr eintrüben, bis man im Wesentlichen so weiter macht, wie man es bisher getan hat.
Fassen wir heute den Entschluß, es anders zu machen. Werden wir konkret – lassen wir es uns nicht durchgehen, Christi Aufforderungen für unser Leben zu ignorieren, seinem Wort kein Gehör zu schenken!

Also, wie genau soll das zugehen, Früchte des Glaubens hervorzubringen?
Lassen Sie mich in vier Punkten ganz konkret werden:Setzen wir PrioritätenVereinbaren wir Termine mit GottSuchen wir in allem was wir tun einen SinnBesinnen wir uns auf die Fürsprache Christi
Prioritäten setzen?

Es gibt unzählige Bücher über dieses Thema, viele kluge Menschen haben sich mit dieser Frage beschäftigt, wie man eigentlich die rechten Prioritäten für sein Leben, für seinen Alltag, für seine Freizeit setzen kann. Sicherlich haben auch Sie einige davon gelesen – ich jedenfalls habe dies versucht – doch weitergebracht hat mich dies nicht.
Woran lag das nur? An meiner Trägheit, an den Büchern?
Ich denke, das der Ansatz zu Lösung dieser Problematik falsch gewählt wurde – denn all das Gerede über Zeitmanagement, work-life-balance – all dies versucht uns, innerhalb des Durcheinanders unserer täglichen Aufgaben und Pflichten, eine Reihenfolge zu finden. Doch dabei verlieren wir das eigentliche unseres Lebens, unser aller Mission, aus den Augen – nämlich das Leben Gott zu weihen, all unser Tun auf ihn hin auszurichten. Unser Leben muss zur größeren Ehre Gottes gelebt werden – sicherlich, unsere Arbeit, unsere Pflichten sind die Möglichkeiten, die uns der Herr schenkt, an denen wir der Erfüllung unserer Lebensaufgabe näher zu kommen verstehen – doch wenn wir die Arbeit, das Getue des Alltags als Selbstzweck auffassen, dann gerät unser Leben in eine bedeutende Schieflage. Die erste Priorität muss daher in allem was wir tun Gott sein – ihm nach besten Kräften zu dienen, all unser Tun zur größeren Ehre Gottes zu nutzen – auf dieses Ziel hin müssen wir arbeiten, daran muss unser Alltag ausgerichtet werden – denn nur so können IHRE Früchte des Glaubens heranwachsen.

Termine mit Gott?

Eigentlich ist es doch erstaunlich, welche Termine in der Woche über Zugang zu meinem Terminkalender finden – da ist so ziemlich alles dabei – von reinen Arbeitsterminen bis hin zu den gewohnten Freizeitaktivitäten – alles ist dabei vertreten. Doch wo bleibt Gott? Wo habe ich Ihm Zeit und Raum gelassen, wo verbringe ich ganz geplant und bewusst Zeit mit Ihm?

Jesus gab uns in seinem Leben ein lebendiges Beispiel, das niemand auf Zeit mit Gott verzichten kann.
So anstrengend und aufreibend seine Tage auch waren – oftmals sonderte er sich von den ihm umgebenden Dringlichkeiten ab, zog sich zurück, um zum Vater zu beten, sich zu sammeln, sich wieder ganz auf ihn zu zentrieren.
Niemand auf dieser Welt kann wahrlich Frucht für Gott hervorbringen, ohne in einer Verwiesenheit auf sein Wort, ohne in Verwiesenheit auf das Gebet zu ihm zu stehen. Planen wir unseren Alltag daher niemals ohne Gott. Er muss in unserem Leben die Nummer 1 Priorität werden – jeden Tag haben wir Zeit für Dinge, die so unendlich nachrangig und unwichtig erscheinen – reservieren wir nunmehr auch Christus eine Zeit mit uns.
Nichts brauchen wir mehr als das tägliche Wort Gottes zu lesen, nichts baut uns so sehr auf wie das tägliche Gebet zu ihm, unserem Vater.
Also lassen wir es nicht mehr zu, das Gott in das Hinterzimmer unseres Lebens gedrängt wird. Reservieren Sie sich jeden Tag eine Zeit, in der sie einkehren, in der Sie sich zu Gott wenden können – damit er alles in allem für ihr Leben wird.

Die Suche nach Sinn?

Wenn wir es wirklich ernst meinen, wenn wir wahrlich Frucht zur größeren Ehre Gottes hervorbringen wollen, so ist dieser Punkt wohl einer der wichtigsten für uns.
Denn ohne Sinn, ohne das zugehen auf ein Ziel, ohne die Beordnung unserer Kräfte werden wir niemals die Motivation in uns finden, eine durchgängige geistliche Haltung an uns zu erzeugen, die ein ganzes Leben hindurch uns zu tragen im stande ist.

Früher ging es mir auch wie vielen anderen von Ihnen. Der Alltag war strukturiert, man ging halt zur Arbeit, danach erledigte man die Pflichten des Alltagslebens und harrte dabei immer auf das erlösende Wochenende, welches dann aber wieder allzu schnell sich in den Alltagstrott verwandelte.
Alles, was wir tun ohne Sinn, verzehrt unsere Kräfte. Burn out, Depression – all diese Dinge sind die Früchte der Äußerlichkeit, die ein Leben hervorbringt, das sich im alleinigen Tun vergeudet. So sehr wir uns auch anstrengen mögen, so heroisch wir auch sein wollen – ohne das Wissen darum, das wir mit unserer Arbeit und unserem Tun sinnvoll sind, für Gott etwas leisten ( ... und nicht deshalb, um dem Chef oder den Kollegen zu imponieren) – ohne Sinn werden wir geradezu ausgesaugt von Alltäglichen.

Gott hat einen Jeden von uns berufen, aus seiner Hand Aufgaben entgegenzunehmen, die ihm allein zugedacht worden sind. Über allen Dingen die wir tun, müssen wir erkennen, wie unser handeln zur größeren Ehre Gottes beitragen kann.

In meinem Fall war es zunächst so – ich arbeite – einige wissen das vielleicht – als Bankkaufmann. Anfangs war es bei mir so, wie es eigentlich nicht sein sollte. Man versuchte so gut wie möglich diesen Beruf auszuüben, man versuchte irgendwie tüchtiger, irgendwie mehr leistender zu sein, als die anderen. Dabei verstrickte man sich immer mehr, dabei wurde ich auch immer anfälliger für Rückschläge, die in jedem Fall mir persönlich stark zugesetzt haben.
Nachdem mich Gott in seine Nachfolge gerufen hat, erkenne ich jeden Tag mehr, das unser Wert, unser Sinn auf dieser Welt nicht im Tun verborgen liegt. Gott will uns nicht aufreiben, wir sollen nicht uns abrackern, uns vom Gedränge der Arbeitswelt aussaugen lassen – er will allein unseren Glauben, unsere Liebe und unser Vertrauen. Ist das nicht eine wahrhaft Gute Nachricht?
Wenn wir an ihn glauben, ihm vertrauen, ihn von ganzer Seele lieben, dann wird unser Leben Sinn erzeugen, dann sehen wir in unserem Tun den Sinn nicht mehr darin, vor uns oder dem Chef gut dastehen zu wollen – nein, unser Augenmerk liegt dann darin, als Christ zu wachsen ( ... und nicht als Arbeitnehmer), Jesus zu folgen und jeden Tag unser Kreuz auf uns zu nehmen, das durch die Gnade des Glaubens nunmehr tragbar geworden ist.

Entscheiden wir uns ab heute dazu, niemals mehr etwas zu tun, was keinen Sinn für uns und für Gott hat. Ordnen wir unser Leben auf Gott hin – erst dann kann es wahrlich recht werden, erst dann wird ein solcher gelebter Glaube Früchte tragen – für Gott und für uns!

Christus, unser Fürsprecher!

Dieser Punkt ist für die Erbauung eines fruchtbaren geistlichen Lebens unentbehrlich – denn hier erst finden wir die Gelassenheit die wir benötigen, um auch mit den Rückschlägen und Niederwürfnissen unseres Lebens für Gott fertig werden zu können.

In unserer heutigen Zeit wird jeden Tag die Zahl derer, die am Leben verzweifeln, die ihre Gesundheit und ihre Geisteskraft bis zum Zusammenbruch strapazieren, immer größer.
Denn eines wissen wir ganz genau – unser Leben ist keine ebene Straße, ist kein leichter Weg oder schattiger Waldspaziergang – wir werden herausgefordert werden, wir werden Rückschläge erleiden, wir werden menschlich bedeutende Enttäuschungen erleben – doch wie damit umgehen?

Für mich ist diese Lektion unendlich wichtig. Denn so motiviert man auch immer sein mag, so brennend man sich auch für das Evangelium einsetzt – Gott ist gut, das Leben auf keinen Fall.
Wenn ich also einmal an einem Projekt gescheitert bin, wenn ich menschliche Enttäuschung und menschliche Degeneration erfahren musste, so warf mich das geradezu zu Boden. Ich haderte mit mir und der Welt, ich verlor jeden Glauben daran, das das Projekt Mensch wirklich eine Zukunft hat im Angesicht der Entstellungen, die manche Menschen in unserer Welt darstellen.
Wie nur dem begegnen – ganz einfach – die Welt, die Menschen, der Ausgang unserer Bemühungen, die Frucht unseres Lebens – all dies liegt in Gottes Händen. Wir kliene Menschenkinder haben all dies nicht in der Hand. Es ist ein steter Weg, diese Prinzip im Leben wahrlich umzusetzen – ich weiß das. Doch in Christus, dem alle Leiden und Verstrickungen der Menschen bewusst ist – er liebt uns so wie wir sind und wir, die wir ihn lieben, sind seiner Fürsprache gewiß.
Lernen wir, Rückschläge als Prozess und nicht als Einzelschicksal anzusehen – am Ende wird Gott, wird Christus diese Dunkelheiten des Lebens, unsere Rückschläge und Niederwürfnisse zum Guten wenden – dies ist unwiderlegbar wahr. In unserer Hand liegt niemals, wie eine Situation, wie eine Krise ausgehen wird – all das liegt in Gottes Hand, der uns in seiner Liebe immer nachgeht, uns jeden Tag begegnet, der für uns den Tod und die Sünde besiegt hat, zur Errettung eines jeden Einzelnen von uns.

Eine solche Haltung gebiert eine Gelassenheit, die wir brauchen wie die Luft zum atmen – denn nur so erbauen wir eine Beziehung zu Gott in der wir jeden Tag fröhlich sagen und bekennen können: Totus Tuus, Christe!
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