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Zitate

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„Nur wer Wurzeln hat, ist stark genug, den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu begegnen, ist frei, Fantasie für das Leben zu entwickeln, Träume zu haben – Flügel der Freiheit sozusagen. Ich bin überzeugt, der christliche Glaube bietet uns solche Wurzeln und von ihnen her kann sich unser Leben beflügeln. Wir können eine Glaubensreise antreten mitten im Leben, die uns mit dem Himmel verbindet.“



„Für mich gehört Zweifel zum Glaubensleben schon dazu. Es gibt immer mal Phasen, in denen große Fragen aufbrechen, ich denke gerade angesichts von Leid und Tod etwa. Oder auch manchmal diese Vorstellung: Was, wenn es Gott nicht gäbe? [...] ich weiß natürlich, dass es auch Menschen gibt, denen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Dann aber, denke ich, müssen wir sagen: Du darfst Zweifel zulassen. Das gehört dazu zum Glauben und Ringen mit Gott, das gehört zum Glauben, das musst du nicht verdrängen.“

„O ja, ich sehe, wie viele Menschen das Leben so viel mehr Kraft kostet als mich, weil es schwer ist, aufzustehen, sich anzuziehen, sich zu bewegen. Aber ich habe von solchen Menschen gelernt, dass das Leben wertvoll ist, jeder Tag! Dass es wunderschön sein kann, eine Wolke zu beobachten oder einfach nur atmen zu können. Wer die Welt so ansieht, so lebenswert, dem erscheint wohl jeder Mensch liebenswert. Ganz gleich, wie lange ein Mensch leben darf, wie viel Kraft ein Mensch hat oder wie viele Gaben – du und ich, wir sind Geschöpfe der Liebe Gottes. Das macht uns alle je einzeln liebenswert und das Leben lebenswert.“

„Mann und Frau sind gleich geschaffen. Das ist nicht nur eine kulturelle Errungenschaft, das ist eine Glaubensüberzeugung, die wir haben. Die Menschenrechte der Frau sind für uns Teil unserer Glaubensüberzeugung.“

„Wir sollten Gott nicht so fixieren auf Geschlechtlichkeit und den Begriff Vater Gott. Es geht darum, die Gottesbilder zu erweitern. Da kann ich als Bischöfin einiges tun, was dann auch Zorn hervorruft.“

„Oder wenn es bei einer Einstellung heißt: Die können wir gar nicht fragen, die hat zwei kleine Kinder. Dann sage ich: Natürlich fragen wir sie, weil sie das selbst entscheiden wird, ob sie das mit zwei kleinen Kindern kann oder nicht. Oder wenn es heißt: In dem Kirchenkreis sind schon zwei Frauen Superintendentin, da können wir nicht noch eine Superintendentin hinsetzen, sage ich: Es hat noch nie einen gestört, wenn in einem Sprengel sieben Männer sind!“