Herr, wie komme ich in den Himmel?"
Herr, wie komme ich in den Himmel?
Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
immer mehr Kirchen unserer Städte und Dörfer müssen schließen. Denn wo die Menschen dem Wort Gottes fernbleiben, für wen soll man da den Gottesdienst feiern?
Wir Christen sind zu einer Minderheit geworden, zu einer Gruppe scheinbar Gestriger, die aus Weltflucht einem Glauben anhängen, der letztlich dann doch keine Früchte tragen kann und wird. Gott? Wer soll das denn sein? Sind wir nicht alle furchtbar stolz darauf, das wir eigentlich einen Gott nicht brauchen, sind wir nicht immer mehr stolz darauf, unser Leben ohne eine moralische Instanz nicht seines Spaßes berauben zu lassen? Ist das etwa kein Grund zur Freude?
Wir Menschen lassen uns ja ungern das Heft aus der Hand nehmen. Eine „James Bond Mentalität“, die von sich denkt alles zu schaffen, eben ganz ohne Hilfe – das ist unsere Maxim. Stark, cool, hübsch und doch dabei sensibel, einfühlsam und liebevoll zu sein – das ist doch der Wunschtraum der Gesellschaft ganz allgemein. Und was machen wir mit denen, die in diese Schablone nicht passen? Alles, nur nicht akzeptieren, denn das schadet vielleicht dem kostbaren Image.
Und da begegnet uns heute ein Rebell namens Jesus, der ganz Unglaubliches zu den Menschen spricht. Große Worte bewegen seine Rede. Himmelreich, Gesetz, Nachfolge: man kann kaum glauben was wir da hören, sehen, spüren.
Vergessen wir dabei eines nicht: hier spricht ein Jude zu anderen Juden, denen das Gesetz der Tora, das Pentateuch heilig, ja fast heiliger als Gott selbst ist. Und Jesus spricht von sich als die Erfüllung dieses Gesetzes in seiner Person. Unglaublich! Und er geht noch weiter!
Denn er kennt die Herzen der hohen Herren, der jüdischen Glaubenselite, die auf ihr äußerliches Glaubensleben immer so stolz waren, sind und sein werden. Diese gelangen nicht ins Himmelreich? Lehnt sich dieser Jesus nicht ein wenig weit aus dem Fenster? Hat er denn keine Angst vor der Macht, die diese Leute haben? Was kann er da schon ausrichten?
Ich glaube, diese Fragen wären mir durch den Kopf gegangen, im Hören und Sehen dieses Mannes Jesus von Nazareth.
***„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“
Doch Jesus spricht hier als der Sohn Gottes, der sich klar zu erkennen gibt. Denn er ist gekommen das Gesetz zu erfüllen.
„Ja und“ - könnte man fragen. Denn die Erfüllung des Gesetzes des Mose war ja auch der Anspruch jedes Juden, ohne dabei sich als Sohn des Höchsten erkennen zu geben.
Und trotzdem: sein hier formulierter Anspruch geht weiter. Hier spricht ein Mann ganz klar aus: ich bin die Erfüllung dieses Gesetzes. Eine Erfüllung ohne Einschränkung. Eine Erfüllung, die nicht am hohen Anspruch scheitern kann.
Da frage ich mich: wer außer Gott selbst kann hier bestehen? Denn das Gesetz diente dem Volk Israel als Weg zur Heiligkeit, zur Gemeinschaft mit Gott. So sehr wir „Normalsterbliche“ uns auch bemühen, so wissen wir doch: wir reichen einfach nicht heran an die Ansprüche Gottes an uns, wir reichen nicht ran an den Maßstab, selbst das Gesetz, den Glauben, die Liebe zu Gott in seinen Augen zu erfüllen, vollkommen zu erfüllen. Und gerade so macht er deutlich: schaut auf mich, seht ihr es denn nicht? Ich bin der Messias Gottes, folgt mir nach, denn ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Diese Worte müssen eingeschlagen haben. Ich wäre wohl auch erschrocken worden, damals auf dem Berg zusammen mit Jesus. Sicher konnte man sich fragen, ob dieser Jesus lebensmüde oder aber der Sohn Gottes ist, dessen Größe unantastbar ist, unantastbar groß, gerade um sich klein in das Mensch-Sein hinunter zu beugen. Doch ich glaube fest daran: diese Worte Jesu hätten mir Mut gemacht, Mut, endlich Gott daselbst in seinem Sohn gesehen zu haben um so ganz klar in allen Dingen auf ihn zu schauen, der zum neuen Gesetz seiner Gläubigen geworden ist. Denn im Schauen auf ihn verwandelt sich das oft so abstrakte Gesetz hin zum lebendigen Maßstab des Lebens. Denn Christus ist zum Gesetz geworden, das er im heiligen Geist in die Herzen seiner Gläubigen hineinschreibt – damals, heute und morgen. In Christus erkennen wir: er erfüllt alles, was göttlich ist. Das Blicken auf ihn heißt für uns auf die Wahrheit und die Liebe zu blicken, Gottes handeln klar erkennen zu können. Wir brauchen auch heute keine Wunder, keine Offenbarungen Gottes, denn Gott hat sich offenbart im Leben seines Sohnes, dessen Tod Erlösung für uns alle wurde.
Doch nicht nur den Menschen, die Jesus bei seiner Bergpredigt adressierte, ist seine Rede zum Paukenschlag geworden.
Auch wenn wir Gott als These ins Private hineindrängen wollen – es gibt in unserer Gesellschaft eine Sehnsucht nach Sinn, nach Frieden und Einkehr. Die einen flüchten in die Esoterik, dem aufgehübschten Nonsens, der nicht hilft, sondern allenthalben kostet. Die anderen verbringen Ihren Urlaub vielleicht in einem Kloster in der Hoffnung, das Fehlende im Leben hier zu finden.
Doch nach dieser Zeit erkennt man: das Leben ist wieder genauso geworden wie zuvor. Denn Frieden und Heimat findet man nicht in Handlungen, im Tun oder Lassen. Frieden und Sinn kann nur in Gott, in unserem Herzen, unserer Seele gesehen, gefunden werden.
Der erste Johannesbrief ruft uns zu: Gott ist die Liebe. Die Liebe ist sein Wesen, Weg, Gegenwart. Und so erkennen wir: im Herzen muss die warme wohlige Liebe Christi eindringen, denn dann beginnen wir, aus dieser Liebe zu handeln. Im nervig cholerischen Chef, in der meckernden Frau im Supermarkt – die Liste können Sie sicher ergänzen – Christus zu erkennen ist der letzte und höchste Anspruch an uns. Liebe zu üben, Liebe zu geben und immer im Radius der Liebe Gottes zu uns zu bleiben – das ist das Gesetz, das in Jesus Erfüllung fand. Der Glaube an Christus hängt nicht an Ritualen, an Liturgien oder theologischen Debatten. Haben wir im Leben geliebt, so wie wir geliebt wurden von Gott – dieser Frage müssen wir Antworten und Taten folgen lassen.
***Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. (Lk 16,17)
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. (Jak 2,10)
Mittlerweile kann man die Spannung mit Händen greifen. Was die Menschen hier erfahren auf dem Berg mit jenem Jesus, das haben sie noch nie gehört. Es ist atemberaubend unglaublich, mit welchen Worten dieser Rebell hier jongliert.
Denn was kennen die Menschen bisher vom Glauben an Gott? Doch wohl nur das Maskeradengebilde der Pharisäer, deren tun sich nicht wirklich vom Wort Gottes beeinflussen ließ. Meister waren sie, Meister im täuschen, hintergehen, Meister im verleugnen und ignorieren des eigenen Gewissens. Außen hui, inner pfui – das hätte meine Oma dazu gesagt.
Und ist jetzt alles anders? Ist das, woran das Volk Israel glaubte und tat, ein Ding von gestern? Haben die vielen vor uns am Glauben vorbei gelebt? Ist all das jetzt nichts mehr wert?
Doch Jesus beruhigt die Menschen: „Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.“
Bis es alles geschieht. Ruft der Herr hier uns Menschenkinder zur Raison, oder nimmt er uns mit diesen Worten zärtlich in den Arm?
Sicher: der christliche Glaube ist ja kein Freibrief für ein Leben nach dem Motto: nach mir die Sintflut, egal was ich auch mache, Gott hat mir ja schon vergeben. Nur Gott lässt sich nicht sein Wort im Munde herumdrehen. Doch seine Verheißung, das in Christus das Gesetz, der ganze Glaube und die ganze Liebe Gottes Realität geworden ist, tröstet mich doch immer sehr. Denn hier spricht Liebe und Verlässlichkeit zu uns, nicht Kleinmut und Unsicherheit.
In der Offenbarung des Johannes lesen wir, wohin die beiden grundsätzlichen Wege des Menschen hinführen werden. Die, die Gottes Liebe und Wort gering schätzten, es verachteten und als naiven Selbstbetrug auffassten – für die steht die ewige Finsternis, das fern sein von dem, der allein Leben geben kann, auf dem Plan. Doch für die Kinder, die den Versuch machten, das Leben nach Gottes Plan zu führen, für die wird „alles neu werden“. ( vgl. Off.21, 5)
Hier kann man nicht tricksen, kein Ansehen, kein Geld, keine Ausrede oder Ausflucht wird in dieser letzten Stunde Errettung bedeuten. Denn es zählt das Handeln des Menschen, nicht sein Ansehen, das er vielleicht in der Welt hatte.
Doch vergessen wir nicht die Menschen, die vielleicht auch heute pharisäisch den Glauben interpretieren. Denn keine Frömmelei, kein Schmuck mit Kreuz und Kruzifix, kein öffentliches beten oder schöne Worte wird den Menschen hin zu Christus in seine Herrlichkeit führen. Auch kein Doktorgrad in Theologie!
Denn Christus spricht:
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. (Jak 2,10)
Wer sein Leben von dem Christi überfließen lässt, wer Christus, der die Liebe ist, im Handeln an den Menschen diese Liebe erwidert, der wird dorthin geführt werden, wo „Gott abwischen wird alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“(vgl.Off.21, 4)
Die Erkenntnis, das in Christus das Wort und die Propheten, alles Göttliche Vollendung gefunden hat, muss auch und immer wieder Fundament unserer Kirchen werden. Denn andächtig Gottesdienst feiern und dennoch im eigenen handeln Gott zu verachten, kann nur Abscheu und Verachtung hervorbringen. Und gerade das ist der Feind der Kirche, des Glaubens, Gottes. Denn wie soll Christus durch seine Kinder und seiner Kirche Menschen zu ihm hin führen, wenn Kirche mit Zweideutigkeit, mit menschlichen Abgründen verbunden ist. Kirche besteht aus Menschen, nichts ist klarer. Eine perfekte Kirche gibt es nicht auf Erden. Und dennoch: die Gebote der Liebe lehren und tun bedeutet auch: Verfehlungen dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Sie gehören ans Licht, vor Gott und die Kirche. Denn er allein ist es, der vergeben kann. Maßen wir uns nicht an, Taten gegen den Glauben und die Menschlichkeit zu richten, maßen wir uns nicht an selbst entscheiden zu wollen, wer durch verschleiern den Schutz vor der Wahrheit der Tat verdiene. Spielen wir nicht Gott. Denn das ging noch nie gut!
Liebe Schwestern und Brüder – Gott hat uns hier zu etwas berufen. Denn wir wissen nun: all unser handeln, das Handeln unserer Gemeinde oder Kirche, das Handeln von Bischof, Kardinal oder Papst muss vor dem Gebot der Liebe, die Christus ist, standhalten. Die Kirche muss nicht zur Perfektion geführt werden, denn das geht ja sowieso nicht. Wir alle machen Fehler, gestehen wir das auch den Menschen der Kirche zu. Dennoch: das Gebot der Liebe darf nicht verletzt werden, heißt: wo Kirche und Amt sich gegen das Gebot der Liebe verbrüdern, da ist Christus, ist Gott verraten worden. Denn nur im Tun und lehren des Evangeliums, das letztlich Liebe in Christus ist, werden wir und die Kirche der Verheißung Gottes gerecht.
Sagen wir nicht in unseren Gemeinden und Kirchen JA und AMEN, denn der liebe Friede muss bewahrt werden. Doch ein Frieden, der produziert werden soll, ist nichts wert.
Fördern wir eine neue christliche Streitkultur, trauen wir uns aufzustehen, ohne vor den Hierarchien in Angst und Schrecken zu verfallen. Denn Gott schuf uns ALLE zu Menschen. Hierarchien sind immer und waren immer Menschenwerk. Gott ist die Liebe – wer das vergisst, wer sich selbst nicht mehr zu hinterfragen versucht, der wird wohl „der kleinste heißen im Himmelreich“. Denn Gott ist die Liebe, nicht der bequeme Friede, der fragil, täuschend, irreführend ist. ***Doch wie komme ich denn nun in den Himmel. Eine direkte, eine ganz menschliche Frage. Denn wer gewohnt ist, Leistung gegen Geld, also Arbeit gegen Vergütung aufzurechnen, kann nur solche eine Frage stellen. Und nun haben wir erfahren: das Gesetz des Mose, all seine Handlungen und Zelebrationen sind nunmehr hineingeflossen in das Leben unseres Herrn Jesus Christus. Er ist für uns Maßstab geworden. Ein großer, unerreichbarer Maßstab, und unsere Kraft ist dementgegen so klein. Verzweifeln wir nun? Leiden wir nun an der Gewissheit, das wir einen Gott lieben, der von seinen Kindern dessen Heiligkeit abverlangt? Wo ist hier Erlösung, Errettung?
Also befragen wir jetzt ganz konkret unseren Herrn: können wir nicht nur scheitern an unserem Glauben? Ist denn nunmehr unsere Hoffnung des ewigen Lebens eine verlorene, vergebliche Hoffnung?
Gerade jetzt denke ich an die Begebenheit des reichen Jünglings, der mit gerade dieser, unserer Frage an Christus herantritt. Offen, herausfordernd stellt er Christus die entscheidende Frage: „Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ Und Christus antwortet:
„Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18.
Nicht ohne Genugtuung vernimmt der junge Mann die Worte des Meisters. Vielleicht denkt er: „ich habe es geschafft. Immer habe ich die Gebote des Herrn geachtet. Was kann mir denn noch passieren? Ich bin am Ziel. Nach diesem angenehmen Leben auf Erden folgt dann für mich das ewige Leben in Freude und Frieden.“
Wir alle kennen die plötzliche Wendung dieses Dialogs. Denn wessen Herz nicht in Liebe bereit ist, für den Schatz des ewigen Lebens all das zu erniedrigen, woran es hier an Diesseitigen hängt, der schafft es aus sich selbst heraus nicht, in das ewige einzige Reich Gottes zu kommen.
Der junge Mann ging hinfort, vermutlich enttäuscht, verwirrt, frustriert. Die angsterfüllten Gesichter der Jünger kann ich nahezu greifbar, spürbar erschrocken, vor mir sehen. Denn eine berechtigte Frage wird an Christus gestellt: wer schafft es denn überhaupt ins Himmelreich?
All die Worte des Meisters, die bunt bildhaft von der ewigen Errettung und Gemeinschaft mit dem Herrn zeugen, stehen jetzt auf dem Opferaltar jener Heiligkeit, die Gott von uns, von den Jüngern, von allen fordert.
Doch Jesus löst diese Spannung. Er wendet sich zu seinen Jüngern und spricht“: Bei den Menschen ist's unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.“
Wie Schuppen fällt es mir von den Augen. So ging es vielleicht auch seinen Jüngern und, wer weiß, auch Ihnen vielleicht gerade.
Denn was sind wir ohne die Gnade Gottes?
Hoch sind die Ansprüche Gottes an seine Kinder, ohne Zweifel. Da gibt es keine zwei Meinungen. Christus ist schonunglos kompromisslos in seinem Leben. Nicht ist höher als der Wille Gottes, der ihn immer sich selbst überwindend als einzigen Maßstab an sich legt.
Dennoch spricht er uns Hoffnung zu. Denn: für den Menschen ist es unmöglich aus eigenem handeln und wollen sich das Gottesreich zu erdienen. Ohne diese Einsicht wird der Glaube an Gott menschenfeindlich, bedrohlich. Ja, Christus ist das fleischgewordene Gesetz, das verkörperte Wort Gottes und somit Anspruch an uns.
Doch welcher Mensch kann etwas aus sich heraus erreichen? Denn wir wissen: ohne die Gnade der Geschenke Gottes an uns, können wir nicht leben.
Leben ist Gnade, Sterben ist Gnade, ewiges Leben ist Gnade. Unverdiente Gnade.
Ja wir erkennen: für uns Menschen ist es unmöglich, sich die Ewigkeit selbst zu erarbeiten. Auch wenn wir 48 Stunden täglich um unsere Verfasstheit der eigenen Seele bangen und beten; ohne Gottesgnade, ohne die Erkenntnis, selbst niemals an den Herrn heranreichen zu können, gibt es keine Ewigkeit, die auf uns wartet.
Das heißt natürlich nicht zu resignieren nach der Weise: mir ist jetzt eh alles egal, denn auf mich kommt es ja nicht an. Das ist die Haltung des Judas Iskariot und nicht die unseres Herrn Jesus Christus. Denn wenn wir Christus lieben, wirklich lieben, richten wir unseren Sinn nur darauf, ihm eine Freude machen zu wollen. Egal ob wir scheitern. Aufstehen, scheitern, aufstehen – das erwartet der Herr. Das ist schwer genug für uns kleine Menschenkinder. Seine Gnade wird über unsere Liebe zu ihm entscheiden, denn der Blick Gottes reicht bis zu unserem Herz, sein Blick wird offenbaren, wie treu wir ihm dienen wollten. Denn wie Mutter Teresa sagte: Gott verlangt Treue, keine Erfolge.
Liebe Schwestern und Brüder: nochmals stelle ich die Frage des reichen Jünglings: wie komme ich in den Himmel. Und sogleich die Antwort: für den Menschen ist es unmöglich, für Gott hingegen ist alles möglich.
In der Freude über diese unverdiente Gnade des Herrn segne ich Sie mit den Worten: Der Friede Gottes der höher ist als unser Verstand, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus
AMEN!
