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Bonnke - der Scharlatan Gottes

Der Wundermacher oder: Der Scharlatan Gottes
Teil I

Liebe Schwestern und Brüder,

Warum hilft er nicht sich selbst? Warum wirkt er kein Wunder? Wieso tut er sich das an? So handelt doch nicht der Messias Gottes! Na ja, anscheinend hat er bekommen was er verdient hat.

Szenen unter dem Kreuz Jesu Christi. Sein Treuetod für einen jeden Menschen fand am Kreuz des Kalvarienberges, in tiefer Demütigung und Verspottung, sein Ende.
Am Kreuz sehen wir nicht einen Charismatiker, keinen, der sich selbst in den Mittelpunkt seines Wirkens auffasst – hier stirbt ein Mann, der als schuldloser Sünder uns alle mit sich zieht hinein in seine Liebe, die daselbst er allein ist.
Christus weiß um seine Mission, die geradewohl hier am Kreuz ihr Ende findet. Die Welt ist versöhnt mit Gott, der für diese Welt und diese Menschen gestorben ist.
Jesus vollbringt hier keine Show, er wirkt kein Wunder, in dem er allen zeigt, wer er ist. Das Zeichen, das Jona aufzeigte, ist die letzte Offenbarung Gottes auf Erden. Das war das letzte Wort Jesu in dieser Sache.

Wundermacher, Freund der Zeichen, Charismatiker – all das ist Jesus geradewohl nicht.
Er wirkt im Verborgenen, im Hintergrund, damit man Gott und eben nicht sich selbst die Ehre erweist.

Zeigen wir doch das Zeichen Christi.
Jesus trifft einen Mann am Teich Betesda.

Die Heilung eines Gelähmten am Sabbat in Jerusalem

1 Einige Zeit später war ein Fest der Juden und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
2 In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf Hebräisch Betesda.
3-4 In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte. []
5 Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.
6 Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden?
7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den



Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein.
8 Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
9 Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
10 Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen.
11 Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh!
12 Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh?
13 Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte.
14 Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.
15 Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
16 Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.
17 Jesus aber entgegnete ihnen: Mein Vater ist noch immer am Werk und auch ich bin am Werk.
18 Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.



Hat hier Jesus nicht klar gemacht: er heilt, er hilft geradewohl Jenen, die allein keine Heilung erfahren können und werden.

Gerade im Schatten jener, die als Charismatiker sich gebärden, als seien sie selbst der Sohn des Herrn. Geltungssucht, finanzielle Interessen – wer kennt schon die Motivation jener, die doch in der Oberfläche nur dem Herrn dienen wollen. Doch Realitäten ändern sich, Realitäten zeigen all zu oft,



das es auch Mittel gibt, welche letztlich als wertvoll und notwendig empfunden werden, der Lehre und dem Leben des Herrn aber diametral gegenüberstehen.

Aus der Reihe von vielen Charismatikern, die sich selbst mehr als Jesus und weniger als Mensch empfinden. Da werden Menschen geheilt, Wunder passieren en passen, währenddessen die Gemeinde und deren Vorsteher extatisch schreien, bis sie in Zungen reden. Doch wer kann da das Gebabbel wirklich einordnen?
Einer dieser Charismatiker heißt Reinhard Bonnke.
Seine Veranstaltungen sind besucht von 100 Tausenden, nahezu halb Afrika soll er mit seinen Fähigkeiten schon zum christlichen Glauben geführt haben. So weit so gut.

Reinhard Bonnke ist der bekannteste, weil erfolgreichste Missionar Afrikas. Seine Veranstaltungen brechen immer wieder Besucherrekorde. Schon im Vorfeld erfahren wir: auch an jenem Tag werden wieder Wunder gewirkt durch den Allroundprediger Bonnke.
Zahlreiche Menschen haben allein diesem Mann vertraut, was manchmal auch funktionierte, manchmal aber eben nicht.
Grund genug, sich mit dem Wirken dieses Mannes näher zu befassen.

These 1: Reinhard Bonnke ist der Zerberus der Verkündigung

Was ist eigentlich die erste Aufgabe eines Christen, neben der Verkündigung des Wortes des Herrn?
Ich persönlich denke: wir sind dort zum Frieden gerufen gleich wie unser Herr Jesus Christus. Natürlich hätte er den Konflikt der Sadduzäer und der Pharisäer anheizen können, doch er handelte gerade wohl anders. Er verurteilte niemanden, er blasphemierte keine andere Religion, obgleich sein Bekenntnis zur Wahrheit niemals gefährdet oder undeutlich geworden ist.
Uns gelingt das leider viel zu wenig. Gerade die jüngste Vergangenheit zeigt: tausende Menschen werden getötet, weil die eine Religion sich über eine zweite überhebt. Terrorismus, Anschläge, Bomben, Tod, Zerstörung – nur allzu oft wurden dies Synonyme für einen Krieg, einen heiligen Krieg; im übrigen: welche berechtigung ein heiliger Krieg haben soll, werde ich wohl nie verstehen.
Sicher: wir dürfen nicht zum toleranten Fähnlein im Wind der Religionen werden. Wir dürfen, wir müssen auch jenes kritisch ansprechen, was uns unwahr, unmenschlich ja fremd der Wahrheit begegnet. Dennoch: zwischen Dialogbereitschaft, zwischen verbaler Auseinandersetzung und dem Zertreten dessen, was dem anderen heilig ist, liegen Dimensionen.

Wir schreiben das Jahr 1991. Kano in Afrika.
Zum Verständnis: viele Teile Afrikas sind fest in muslimischer Hand. So auch, ja vielmehr ganz besonders, der Ort Kano, in dem E. Bonnke eine Missionsveranstaltung gegeben hat. Das Ergebnis: Ausschreitungen, Morde und ein flüchtender Pastor, der sich mit Hilfe der nigerianischen Flugbereitschaft außer Landes geflogen werden musste. Ein Jahr lang durfte Eberhard Bonnke Nigeria nicht betreten.

Was ist hier schief gelaufen?
Klar ist: Eberhard Bonnke hat mit diesem Verlauf seiner Veranstaltung rechnen müssen. Was würde denn wohl eine christliche Gemeinde denken, wenn ein Moslem gemütlich seine Gebetsdecke auspackt um gerade dort, wo sein Unerwünschtsein auf der Straße zu finden ist, seiner Religion nachzugehen?
Das Ergebnis hätte gleichermaßen ausgesehen. Im Fall des e. Bonnke bedeutete das 300 Tote und zahlreiche Verletzte.
Eine agressive Missionsarbeit, die einem Kreuzzug ähnelte, wird Gewalt ernten, denn Gewalt wurde auch gesät.
Es ist immer nur im begrenzten Maße möglich, mit einer anderen Religion über die Wahrheit des eigenen Glaubens zu diskutieren. Der Islam, das ist bekannt, lässt nur sehr begrenzt mit sich reden.
Dennoch: Christus will Barmherzigkeit und keine Opfer. Er sucht und sät Frieden in dieser Welt. Keine auch noch so gut gemeinte Aktion der Missionierung dispensiert von diesem Auftrag des Herrn. Es ist an uns Christen, Brücken zu bauen mit dem Wort Gottes. Aktionen, die Gewalt ernten, obgleich sie damit zu rechnen hatten, widersprechen der Lehre Jesu Christi.

„Wer nicht geheilt wird, der glaubt eben falsch“

Über den Schalter für den Heiligen Geist



Liebe Schwestern und Brüder,

viele Meinungen haben mich nach der Veröffentlichung des ersten Teils über den Prediger Bonnke erreicht. Die Meinungen gingen weit auseinander – zwischen Anklage und Scheinfrömmigkeit bis hin zu leiser Zustimmung über das dort Gesagte.

Dennoch stelle ich auch hier die Frage, die mich hunderte male erreichte: Wie kann man über eine Bruder Gottes urteilen, richten, kritisieren? Sieh den Balken im eigenen Auge und eben nicht im Auge des Bruders.
Um eines vorweg zu nehmen: ich nutze nunmehr diese Veröffentlichung um klar zu machen, das die Apotheose von Menschen gänzlich gegen Jesus, gegen Gottes Wort, gegen alles steht, was Christus dieser Welt schenkte.
Feigheit, allein die unbedrohte christlichen Gemütlichkeit scheint für Jene „Privatchristen“ höchster Anspruch zu sein.
Wer die Bibel als Legitimation für Irrdenken degeneriert, der ist verirrt in der Menschlichkeit, in die Diesseitigkeit. Denn ein Leben, das es sich in sich selbst gemütlich macht, verkündet nicht die Kraft und Stärke des Evangeliums. Feige vor Menschen herumkriechen, kritiklos alles hinzunehmen was in der Welt geschieht – hier scheint der Mephistopheles Einzug gehalten zu haben.
Klar für mich ist: die Verkündigung, die Glaubensshow des Predigers Bonnke kann und will ich so nicht hin nehmen. Auch wenn ich immer wieder höre, welch gute Dienste dieser Mann für das Reich Gottes erbringt, so frage ich mich: weshalb wird hier der Heilige Geist als Mittel zum Zweck erniedrigt, wenn doch das Reich des Herrn als alleiniges Ziel benannt wird. Denn wer glaubt, braucht keine Wunder, wer glaubt, bracht keine Massenevents, in der Hokus Pokus betrieben wird, denn sie werden bemerken: das Reich des Herrn, sein Wirkungskreis spielt sich eben nicht auf Massenveranstaltungen ab, sondern er handelt im Verborgenen, in aller Stille.

I Johannesevangelium lesen wir von der Heilung eines Mannes am Teich Bethesda, der schon nahezu Jahrzehnte darauf wartet, endlich von seiner Pein erlöst zu werden.
Wäre das nicht auch etwas für den Mähdrescher Gottes, Reinhard Bonnke, der Solches ja selbst in seinen Feuerkonferenzen immer wieder verspricht.
Jesus heilt diesen