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Lebendig in Christus

Unser Leben für Christus

Lebendig in Christus

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Predigtquelle: Kolosser 2, 13-15

Findet wieder zurück zu der Quelle des wahren Glaubens – diese Botschaft richtet Paulus an die Kolosser, von denen viele dem Heidentum und des Abfalls von Gott im Götzendienst und Synkretismus schuldig geworden sind.
Christus ist die Mitte allen Glaubens – in ihm sind wir frei – frei von Schuld und frei von Verirrungen!

Liebe Schwestern und Brüder in Christo,

worauf sehen wir, wenn wir einen Blick auf unser Leben werfen – auf unsere Familie, auf die Arbeit und die Kollegen oder aber fällt unser Blick auf Christus, unseren Herrn?
Ja, ein ehrlicher Blick deckt dabei so manches Fehlverhalten auf, das sich im Laufe des Alltags doch hin und wieder in unser Leben einzuschleichen versteht.
Da bedeckt der graue Alltag allen Sinn für die geistliche Dimension unserer Persönlichkeit, da muss zwangsläufig unser Herr und Gott hinter den so bunten Problemen des Lebens zurücktreten.
Doch schaden wir hier nicht uns selbst in dem Wahn, es allen oder aber so vielen wie möglich es recht zu machen – da kreisen die Gedanken um den mürrischen Chef, welche Schikane wohl wieder auf einen wartet oder man klammert sich an das Klischee, „everybody´s darling“ zu sein oder aber zu werden.
Warum nur fällt es uns immer und immer wieder so leicht, das wahrhaftig Wichtigste aus den Augen zu verlieren – unsere Beziehung zu Gott?
Denn diese ist für einen jeden Menschen einmalig, nichts kann diese ersetzen oder aber „entpriorisieren“. Ein Leben im Sonntagschristentum wird uns an den schwierigen Gemarkungen des Lebens nicht wirklich weiterhelfen können, denn Glaube muss gelebt, Glaube muss immer und immer wieder bedacht und belebt werden in unserem Herzen.

Als Paulus den Brief an die Kolosser schrieb, da musste er sich mit ganz ähnlichen Problemen befassen.
Denn diese Gemeinde, die er leider nie persönlich besuchen konnte, litt an vielerlei geistlichen Verirrungen. Götzendienst, die Anbetung des Baals – kurzum, der Blick auf das eigentliche Zentrum des wahren Gottesglaubens war durch das Faszinosum der Neuartigkeit und der Verblendung durch mancherlei „Menschenlehre“ verstellt.

Leiden wir nicht auch heute ganz ähnlich? Hat unsere Gesellschaft einfach Gott und Christus aus den Augen verloren, sind wir Gläubigen eigentlich nur noch ein Postulat einer vorgestrigen Lehre, die mit den Entwicklungen der Neuzeit einfach nicht mehr Schritt halten konnte?
Doch auf der anderen Seite – fühlen wir uns wirklich gut in unserer Haut? Sind wir wirklich äußerlich und innerlich zufrieden mit unserem Leben, oder aber schwingt immer noch ein Gefühl der Leere mit, egal wie sehr wir uns auch in Zerstreuungen zu flüchten versuchen?
Der Mensch braucht für sein Leben eine geistliche, eine spirituelle Dimension – keine Esoterik, keine Lehre von einer befremdlichen Glückseligkeit kann diesen Hunger nach Sinn betäuben. Eine reine Lehre, die von Menschenhand gemacht das zu Tage getretene pneumatische Vakuum zu überdecken versucht, kann letztlich nicht tragend wirkend, denn eine Lehre ist immer auch statisch, der Glaube an Gott und an seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus ist allein lebendig und kann daher auch nur so kraftvoll in unserer Seele Wurzeln schlagen.
In Christus sind wir lebendig, in Christus sind wir schuldlos geworden und in Christus ist alle Macht dieser Welt besiegt zurückgelassen worden.

Doch hören wir genauer hin auf die Worte des Paulus, die auch und gerade heute so aktuell wie nie zuvor für uns geworden sind.

Lebendig tot?

Der heilige Paulus spannt mit seinen wenigen Worten einen Bogen über uns aus – von der Wahrheit und der Bedeutung der Taufe, über die Erlösung in Christi Passion bis hin zum Sieg über alle Mächte und Gewalten im Himmel und auf Erden.

Tot waren wir, so formuliert es Paulus, denn unsere Gottlosigkeit und unsere Schuld trennten uns unüberwindbar von Gott.
Neben dem physischen Tod spricht Paulus aber vielmehr von einem Tod unserer Seele. Denn ohne die Gnade unseres Herrn, ohne Beziehung zu dem lebendigen Gott lebt der Mensch sein Leben quasi zum Selbstzweck. Schuld haben wir alle auf uns geladen, die Frage der Erbsünde ist unbestreitbar wahr.
Der Mensch hat sicherlich die Anlagen zum Guten in sich, doch letzten Endes fehlt ihm doch so oft der Wille und die Motivation, diesen positiven Eigenschaften wirklich Folge leisten zu wollen. Unser altes Ich, der alte Adam, der abgefallen und anmaßend sich von Gott zurückzog, bestimmte auch unser Leben und unseren Charakter – und bei vielen Menschen kann man dieser charakterliche Missbildung immer noch habhaft werden.
Doch anstatt sich der Gnade des Herrn zu öffnen, haben wir unsere auf unseren Schultern geladene Schuld als Anlaß gesehen, es mit dem Glauben und der Ethik nicht wirklich so genau zu nehmen.
Denn dort, wo Christus unbekannt ist, dort, wo der Mensch an sich selbst genug hat, dort hat die Entmenschlichung unserer Zeit seinen Anfang gefunden.
Sicherlich, der Glaube des Christentums gilt heute vielerorts rein gar nichts mehr und gerade hier sind wir Christen angehalten, unser Licht des Glaubens eben nicht unter den Scheffel zu stellen.
Wir müssen in der Nachfolge Christi offensiv den Menschen klar machen, das ein Leben, das allein ein Wohlbefinden in sich produziert, weit davon entfernt ist, was Gott dem Menschen an Würde und Gaben mit auf den Weg gegeben hat.
Ein jeder hat Verstand, ein jeder hat ein Gewissen, ein jeder sollte auch ein Herz haben – all das bedingt auch eine Verantwortung vor Gott, denn zum Nutzen und zur größeren Ehre Gottes sollen wir uns mit Haut und Haaren einsetzen – ihn, Christus unseren Herrn sollen wir im Blick haben und eben nicht den eigenen Vorteil oder das eigene Wohlbefinden.
Lassen wir Gott an uns handeln, werfen wir den alten Adam jeden Tag und jede Stunde aufs Neue ins Feuer, machen wir uns frei von jeder Selbstbezogenheit, die wahrlich die guten Triebe unseres Herzens gänzlich zunichte machen kann.

Durch Gott erweckt?

Und so, wie wir vor unserem Bund mit Christus tot in uns selber waren, so sind wir doch in der Taufe auf den dreieinigen Gott mit Christus zu einer neuen Kreatur geworden.
Wir sind nun Kinder Gottes, wir leben, wir haben eine neue Beziehung zu unserem Schöpfer durch Christus auf nehmen können.

Doch was bedeutet das konkret für unser Leben?

Im Johannesevangelium wird uns berichtet von einem Mann namens Lazarus. Er, der Bruder der Maria und der Martha, verstarb eines Tages und die Trauer über ihn war immens groß, denn er wurde zu tiefst geliebt von seinen Schwestern.
Jesus brach zu der Zeit, als der Lazarus gestorben war auf, um an sein Grab zu kommen. Seine Hoffnung die er verbreitete, schien schon etwas entrückt zu sein, denn er sprach immer nur vom Schlaf des Freundes Lazarus, niemals aber von dessen Tod.
Bei dem Grab angekommen spürte er, wie sehr Martha und auch die später hinzugerufenen Maria wahrlich verzweifelt waren. Vier Tage war Lazarus nunmehr tot.
Doch auch Anklage traf Christus, denn die Maria sprach zu ihm: „ Wärest du hier gewesen, er wäre nicht gestorben ( Joh.11,32)“

Doch auch seine Worte, die er zuvor zu Martha gesprochen hatte, haben für mich eine ganz besondere Bedeutung. Im Johannesevangelium des 10.Kapitels, heißt es in den Versen 25-26: „ Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben obgleich er auch stürbe und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmer mehr sterben. Glaubst du das?“

Gott hat euch durch Christus lebendig gemacht, so spricht es der Heilige Paulus zu den Kolossern. So wie er den Lazarus erweckte, so wie er vorausweisend auf seine Auferstehung verweist, ist uns allen eines klar geworden – in Christus ist der Tod verschlungen. Auch wenn wir sterben, auch wenn wir umkommen – allein unser Glaube an den auferstandenen Christus wird uns in ihm lebendig machen. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stürbe – ja, im Wasser der Taufe sind wir uns selbst gestorben, in der Taufe auf den Christus Gottes sind wir auferstanden, sind wir lebendig geworden für alle Zeit. Der Tod wird für einen jeden von uns irgendwann kommen – doch wir, die wir an den Gottessohn Jesus glauben, sind dem Tod entronnen – er ist nunmehr allein eine Pforte zu der Herrlichkeit Gottes geworden. Halleluja, denn Gott hat uns in Christus lebendig gemacht in Ewigkeit.

Freispruch!

Paulus schreitet in seinem Brief nunmehr gedanklich weiter zum Zentrum des Glaubens daselbst – die Erlösung aller Menschen durch die Liebe der Passion Jesu Christi am Kreuz von Golgatha.
Auch wenn die jüdische Glaubenselite zu Lebzeiten des Paulus immer noch davon ausging, das die Rechtfertigung des Christen an den getreuen Handlungen nach dem Gesetz des Mose sich ausrichtet, so kam doch Paulus zu einem anderen Schluß, denn er hatte es in seinem Leben erfahren und nichts hat sich so sehr in seine Seele geschrieben wie das Wissen um das Innerste des christlichen Glaubens – die Rechtfertigung des Christen vor Gott.
Paulus erkannte, das Gott der Herr uns seine Gnade in Christus Jesus schenkte, damit wir aus Glauben gerechtfertigt werden konnten. Kein judäisches Gesetz, keine Rituale oder Handlungen, die den Glauben in Gottgefälligkeit übersetzen sollen, können uns vor Gott rechtfertigen, denn der Mensch kann sich nun einmal nicht selbst von seinen Sünden, ja von seiner sündhaften Persönlichkeit freisprechen.

Ist das Gesetz, sind etwa die Gebote nunmehr hinfällig? Entbehren sie nun jedweder Autorität?

In der Bergpredigt Jesu hören wir folgendes dazu:
„ Ihr sollt nicht meinen, das ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich ich sage euch: bis Himmel und Erde vergehen wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz bis alles geschieht. ...
Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Pharisäer und Schriftgelehrten, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen ( Mt.5,17-20)“

Also ist das Gesetz weiterhin Maßgröße unseres Glaubens und unserer Rechtfertigung vor Gott? Hat nicht das unser Herr eben zum Ausdruck gebracht?
Sicherlich, beim ersten hinsehen kommt man zu dem Schluß, das wohl der heilige Paulus irgendwie vom rechten Weg abgekommen sein muss. Rechtfertigung aus Glauben – dem widerspricht doch scheinbar Christus in seiner Bergpredigt.
Doch verbleiben wir hier nicht zu sehr an der Oberfläche?
Christus spricht davon, das er, als Instrument des Vaters, gekommen ist, das Gesetz zur vollen Geltung zu bringen. Nicht das Gesetz vermag aus eigener Kraft diese Geltung zu erreichen, nein, in Christus allein kann ein wirklicher Vollzug, eine wirkliche Vollendung des Gesetzes vollzogen werden.
Das Gesetz des Mose und der Vollzug einer umfassenden Gerechtigkeit gehen hier Hand in Hand. Denn in der Passion Christi, in seinem Tod und seiner Auferstehung, in seinem Eingang in das Himmelreich und seiner erwarteten Wiederkunft hier auf Erden bleibt doch das inhaltliche Motiv eines Gesetzes vor Gottes Augen immer die Gerechtigkeit.
Alles Unrecht, was ertragen oder begangen wird, wird und muss eines Tages im letzten Gericht einer Gerechtigkeit zugeführt werden, die allein in Christus Jesus auffindbar ist.

Im Römerbrief des zweiten Kapitels, in den Versen 2-4 spricht erneut Paulus zu uns: „ Denn ich bezeuge Ihnen, das sie Eifer für Gott haben aber ohne Einsicht. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an ihn glaubt, der ist gerecht.

Spricht uns hier nicht Paulus aus unseren Herzen?
In den Worten an die Kolosser spricht Paulus davon, das Gott uns unsere Sünden vergeben hat. Er hat die Liste der Anklage gelöscht, er hat die Anklageschrift genommen und vernichtet.
Christus ist die Erfüllung und die Aufrichtung der ewigen Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Wir brauchen keinen Formeln oder Ritualen folgen, denn der Heilsplan Gottes für uns Menschen ist nunmehr zur Erfüllung gelangt.
Das Gesetz machte die Schuld der Menschen an seiner Unerreichbarkeit unumrückbar fest. Man kann einfach nicht gerechtfertigt vor Gott werden, wenn nicht Gott uns die Gnade der Vergebung in Jesus Christus gesandt hätte. Denn wer an ihn glaubt, wer sich in seine Nachfolge stellt, wer an jedem Tag seines Lebens stetig versucht, ihm wahrlich ähnlicher zu werden – ein solcher Mensch ist gerecht, da er an Gottes Gerechtigkeit glaubt.
Liebe Schwestern und Brüder – wer an Christus glaubt, der ist gerecht.
Im Leben Christi wurde uns Menschen offenbart, das Gott immer das Herz des Menschen anschaut – sein Ansehen, seine Rechtfertigung vor sich selbst hat für Gott keine Bedeutung.
Auch wir müssen uns immer wieder diese Frage von Gott stellen lassen – sind wir auch wirklich immer im Herzen bei Gott, oder leben wir einen Glauben eher aus Tradition als aus Liebe. Der sonntägliche Kirchgang ist ein wunderbares Mittel, in einer Gemeinde von Gläubigen Christi Gegenwart zu spüren. Doch das allein genügt einfach nicht.
Ein jeder von uns muss die Liebe Gottes jeden Tag aufs neue weiterschenken. Unser Leben muss für unseren Glauben sprechen – gar fromm zu erscheinen, sich vielleicht auch kirchlich zu engagieren – all das ist wichtig, doch ohne Liebe zu Gott allein ein „tönendes Erz“. Liebe Gemeinde – lasst uns gemeinsam versuchen, das Evangelium Gottes das in Christus Fleisch unter uns geworden ist, in unser Leben zu versetzen. Denn allein so kann das Weizenkorn des Wortes Gottes in unserem Herzen Frucht tragen, eine Frucht, die allein den Glauben bedingt, der uns vor Gott gerecht zu machen im stande ist.

Folgen wir den Worten des Paulus weiter, so entdecken wir, wie Gott unsere Sünden, unsere Anklageschrift wirklich tilgen konnte – er hat sie, so Paulus weiter, an das Kreuz Christi genagelt.
Der Tod Christi am Kreuz des Kalvarienberges wurde zum neuen Bund, zum Bindeglied der von Gott abgefallenen Welt zu einer Welt, die von jetzt an für alle Zeiten durch dieses Sühneopfer verbunden und versöhnt vor Gott stehen wird.
Nur an und nur durch dieses Kreuz wurden unsere Sünden gewandelt in Erlösung.
Die Ungerechtigkeit dieser Welt, die erbarmungslose Hinrichtung unseres Herrn wurde im Kreuz gewandelt zu einer Gerechtigkeit vor Gott. Die Demütigung unseres Heilandes wurde zu einer Erhöhung des neuen Adams Christus vor Gottes Angesicht – kurzum: der Tod Gottes wurde im Kreuz zur Versöhnung dieser Welt mit unserem Gott.
Ja, wir sind gerechtfertigt vor Gott durch den Glauben, den Sieg, der wahrlich diese Welt überwunden hat.

Die machtlosen Mächtigen

Macht und Einfluß ist ja gerade in unserer heutigen Zeit zu einem Dauerthema geworden. Besonders dann, wenn die scheinbare Macht einiger Weniger das Vertrauen derer, denen sie diese Macht verdanken, mit Füßen treten – an Beispielen, Schwestern und Brüder, mangelt es nunmehr wirklich nicht.
Doch was hören wir von Paulus – Christus hat in seinem schmachvollen Tod am Kreuz die Mächte und Gewalten dieser Welt entwaffnet und öffentlich gedemütigt.
Verstehe ich das richtig? Christus, der Sohn des Herrn, gedemütigt und schmachvoll unter Qualen zu Tode gebracht, hat gerade in seiner Ohnmacht und Machtlosigkeit den Mächtigen dieser Welt das oftmals aus reinen Egoismen geführte Zepter aus der Hand genommen?
Blicken wir dazu doch einmal auf das erste Kapitel des Kolosserbriefs – hier heißt es : „denn in Christus ist alles erschaffen worden was im Himmel und auf der Erde ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Mögen es Throne oder Herrschaften, Mächte oder Gewalten sein: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen worden und er ist vor allem und alles hat in ihm seinen Bestand ( Kol.1, 16-17)“

Jede Macht und Gewalt hat ihren Ursprung in Christus Jesus, unseren Herrn, durch den und in dem alles erschaffen und vollendet ist.
Denn jede Gewalt und Autorität, die die geliehene Macht gegen das Gute und gegen das Wohl der Schöpfung Gottes einsetzt, ist nunmehr kraftlos geworden. Der Glaube an Gottes Gerechtigkeit hilft uns auch gerade hier in diesem Punkt zu der Erkenntnis, das Gott den Missbrauch dieser im Ursprung in Gott liegenden Autorität, zu richten versteht – wenn nicht heute, dann aber später, doch ganz gewiß am Ende der Zeit.

Wie viele Menschen gehen einen jeden Morgen in die Arbeit mit einer Faust im Magen, allein durch die Vorahnung, wieder einmal vom Chef Spießruten laufen zu dürfen.
Begegnen wir doch nunmehr dieser Person mit dem festen Wissen, das der Missbrauch der Führungsverantwortung nicht straflos bleiben wird – denn nur in und durch Christus, nur im tun des Guten kann Autorität in Christus wahrlich bestehen. Alle Menschenkinder, die sich den Menschen, die scheinbar „unter ihnen“ stehen in Verachtung nähern, sie als Objekte verstehen, deren Behandlung ein wenig den inneren Narzismus und das Wissen um die eigene Unzulänglichkeit zu verdecken helfen – diesen Menschen sei eines gesagt: passt auf, Gott ist der Gott aller Mächte und Gewalten, er ist ein gerechter Richter, dessen Urteil uns alle treffen wird! Kehrt um, tut Buße und nähert euch wieder in Reue Gott dem Herrn. Denn ohne ihn seid ihr verlassen in Ewigkeit

AMEN.