Die Hoffnung unseres Glaubens
Ein Grund zur Hoffnung?
Joh.16,22 „ Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen“.
Die Gnade unseres Herrn sei alle Zeit mit euch!
Liebe Schwestern und Brüder,
in den Worten, die der Evangelist Johannes uns hier geschenkt hat, tritt das tröstende und liebende Herz Jesu ganz deutlich sichtbar in den Vordergrund.
Christus, wissend um seine Passion, in die er sich freiwillig und ungezwungen zum Heil dieser Welt begeben wird, bereitet in seinen letzten Stunden seine geliebten Jünger auf seinen Tod vor. Sein Testament, seine Tröstungen legt er hier beim Mahl des Passahfestes vor ihnen offen auf den Tisch. Ihr werdet leiden, ihr werdet Trauer tragen, doch nur soviel, als das dieses Leid durch die Freude im Heiligen Geist, durch die Freude an meiner Rückkehr und der hereinbrechenden ewigen Liebe ganz und gar unbedeutend sein wird – so spricht Jesus mit seinen Jüngern, so schenkt er Ihnen Trost und Zuversicht, so versucht er sie innerlich auf das vorzubereiten, was doch ein menschliches Herz niemals ganz umfassend verstehen wird. Ein sündloser Mensch, Gottes Sohn, schenkt sich und sein Leben, nimmt in Liebe alle Schuld der Menschheit auf sich und heilt mit seinem Martyrium in Golgatha das zerbrochene Band zwischen Gott und den Menschen.
Doch wie reagieren seine Jünger? Unverständnis, fragende Blicke trafen wohl sicherlich Jesus, nachdem er so zu ihnen gesprochen hatte. „Was meint er nur, von welcher Trauer, von welcher kurzen Zeit bis zu seiner Wiederkunft ist hier denn nur die Rede?“
Verfolgt man den Weg Jesu, den er zusammen mit seinen Freunden geht, einmal genauer, so fällt mir dabei doch immer wieder auf, das sobald Christus von seiner Passion zu sprechen versucht, die Jünger irgendwie gar nicht recht verstehen, von was er denn nur redet. Unverständnis, Fragen – so begegnen sie auch hier der Rede ihres Meisters. Was kann er denn nur meinen, fragten sie sich.
Irgendwie kann ich die Jünger Jesu wirklich verstehen. Auch ich selbst verfalle in den Anfeindungen und Brandungen meines Lebens, in den Prüfungen des Glaubens an Gott immer wieder in solch ein zweifelndes fragen – „ warum macht Gott das hier mit mir, warum muss das geschehen?“ – diese und andere Fragen habe ich mich im Laufe meines Lebens doch schon viele Male gefragt. Was meint er nur? – diese Frage seiner Jünger beantwortet Jesus mit großer Geduld und Liebe – er vertröstet seine Freunde nicht, er macht ihnen auch nichts vor, er verspricht ihnen nicht eine heile Welt, eine Oase der Vertröstung, die all die vorausgeworfenen Schatten zu übertünchen versucht – nein, Jesus sagt hier ganz offen: Ja, ihr werdet traurig sein, ja ihr werdet an meinem Schicksal mit zu leiden haben, doch ich lasse nicht von euch ab, ihr werdet Freude empfangen, eine Freude, wie sie nicht die Welt geben kann, eine Freude, die wahrlich unzerstörbar sein wird, da Gott daselbst der Inhalt und Gegenstand dieser Freude sein wird!
Doch hören wir im folgenden ein wenig tiefer in die Worte des Johannes, die uns in dem Monatspruch des März zur Bewegung im Herzen anvertraut wurden.
Die Trauer der Jünger
Die Trauer, die Verzweiflung der Jünger Christi, bewegt sich in meinen Augen auf verschiedenen Ebenen.
Natürlich, seine Freunde, die so viel mit Jesus erlebt hatten, die Zeugen seiner Machtfülle und nunmehr Zeugen seiner ohnmächtigen Liebe am Kreuz sein werden – seine Jünger liebten ihren Herrn. Doch diese Liebe reichte einfach nicht aus, die Unglaublichkeit des Lebens und Sterbens Jesu vollends erfassen zu können. Bis zuletzt im Garten Gethsemane, in dem Petrus dem Soldaten Malchus das Ohr abhieb – selbst in dieser Stunde weigerten sie sich, Christi Tod zu akzeptieren, ihn als rettende Tat der Liebe anzusehen, zu verstehen, das es keinen größeren Liebendienst geben kann, als das ein Mensch freiwillig das kostbarste was er zu haben scheint, weggibt, damit die verdorbene Menschheit einen Lebensgrund, eine Rettung vor dem Untergang erfahren kann.
Jesus, das erfuhren sie nunmehr ganz deutlich, war ein König, der so ganz anders war, als ein machtvoller Herrscher, der in Pracht und Stärke sich die Welt Untertan machen will. Jesus, der Sohn Gottes, war stark in der Ohnmacht, war mächtig in der Liebe, war freigiebig in der Vergebung – sein Königreich ist nicht von dieser Welt, Gott regiert nun einmal nicht wie der vergängliche Mensch, bei dem in all seinem Tun auch immer wieder ein klammern an seine scheinbare Autorität vollzogen werden muss – nein, Christus hat die Größe, ganz klein und machtlos zu werden im Martyrium auf dem Kalvarienberg.
Doch erwarteten die Jünger nicht etwas ganz anderes von ihm?
Hosianna! – kreuziget ihn! Dies ist der Spannungsbogen zwischen erwarteter Machtfülle und der Ohnmacht der Preisgabe des Blutes Jesu. Denn was erwartete man von Jesus? Sah man in ihm nicht den Messias, der sein Königreich auf Erden bauen wird, erwartete man nicht von Christus eine Befreiung für sein Volk, erwartete man nicht von ihm, das er die Mächtigen vom Thron stürzen wird?
Doch man erkannte ihn nicht, denn niemand hatte wahrlich Gott erkannt. Dennoch, Christus verurteilt seine Jünger nicht – nein, er spricht annehmend mit ihnen, er schenkt ihnen den Keimling der Hoffnung, der im ausgießen des Heiligen Geistes über Sie wahrlich Frucht bringen wird, der wahrlich wie das Senfkorn im Boden im Herzen seiner Freunde ihre Seele in Besitz nehmen wird und sie zu großen Taten der Liebe befähigen wird.
Doch geht es uns nicht auch heute genau so, wie es den Menschen zur Zeit Christi ergangen ist? Sind nicht auch wir in einem ganz falschen Blick auf Gott, auf Christus, auf diese seine Welt gefangen? Glauben wir alle wahrlich an die Macht der Ohnmacht, an die Kraft der Liebe oder an die Stärke der Schwäche?
Wie unglaublich, wie entsetzt bin ich immer wieder, wenn ich die Dramatik des Einzugs Jesu in Jerusalem im Wort der Heiligen Schrift nachzuempfinden versuche. Freude verkehrt sich in Enttäuschung, Zustimmung verkehrt sich in Ablehnung, Liebe verkehrt sich in Hass. Die Menschen, die mit Palmzweigen voller Freude Jesu empfingen, schreien nun frenetisch nach seinem Blut. Sterben soll er, denn er ist nicht der, für den wir ihn hielten.
Und wie sieht das heute aus? Haben denn 2000 Jahre ausgereicht, Jesus und Gott ganz anders zu begegnen? Was würde geschehen, wenn heute Jesus in unsere Stadt käme, sitzend auf einem Eselspfohlen in unser Leben einbrechen würde? Was würde Jesus heute bei uns vorfinden?
Ich denke, das der Spannungsbogen der Gefühle, der Bogen zwischen frenetischer Zustimmung und bedingungsloser Ablehnung heutzutage nicht mehr in dieser Intensität in Erscheinung treten würde. Spielt denn Gott heutzutage noch eine Rolle in unserem Leben? Nimmt denn unsere Gesellschaft überhaupt noch Notiz von ihm?
Ich denke, das gerade in unserer heutigen Zeit, in der der Mensch nur noch auf sich selbst angewiesen zu sein scheint, in der man versucht, alle Erwartungen und Ängste mit Hilfe der eigenen Person zu überwinden, niemand mehr wirkliche Erwartungen an Gott stellt. Ich denke, Christus würde heutzutage gar nicht mehr so recht wahrgenommen werden – vielleicht gäbe es ein Buch oder eine Reportage, die von den Wunderwerken dieses Nazareners berichten würden – denn die Wahrnehmung unserer Zeit ist meistens sehr eng verwoben mit dem uns gebotenen Unterhaltungswert.
Der Hass, den Jesus damals in Jerusalem verspürte ist einer rigorosen Gleichgültigkeit gewichen. Unsere Gesellschaft nähert sich immer mehr einem lauwarmen Leben, in dem uns nichts mehr wirklich betroffen macht, wobei allerdings auch nichts mehr uns irgendwelche Hoffnung oder Sinn zu geben scheint. Ethik, Moralität – all das scheint uns heute doch nur noch ein Bild aus einer vergangenen Zeit zu sein, oder?
Der Vers 22 des 16. Kapitels des Johannesevangelium könnte in unserer heutigen Zeit lauten: Eure Traurigkeit wird niemand von euch nehmen, euer Herz kennt keine Freude mehr, eure Seele kennt keine Hoffnung mehr – geht es uns denn nicht heute viel schlechter als damals zu den Lebzeiten Jesu?
Sicherlich, rein materiell gesehen, leben wir heutzutage in einem unglaublichen Reichtum. Nie war das Leben eines Menschen der Industriegesellschaft angenehmer, als heute. Die Lebenserwartung hat sich erhöht, die Medizin schreitet immer weiter voran – eigentlich müsste es und doch blendend gehen, oder etwa nicht? Woher nur kommen denn da nur die schrecklichen Nachrichten, die Tag für Tag in unserem Wohnzimmer landen – Massaker in der Familie, tote Babys, skrupellose Gewalt – all das ist doch irgendwie Normalität in unserem Leben geworden. Unsere Seelen sind irgendwie so sehr abgestumpft, das uns diese hier genannten Schrecknisse der Welt gar nicht mehr so recht zu bewegen scheinen.
Die Welt, wie sie uns jeden Tag begegnet, mit all ihren Schrecknissen, mit all ihrer Schönheit, wird niemals ein „Garten Eden“ sein oder werden können. Doch jeder einzelne von uns wird und muss früher oder später Sinngebung erfahren. Denn der reine Materialismus, dessen Maßstab die güterbezogene Zufriedenheit zu sein scheint, ist ohne eine geistliche Komponente, ohne eine zugeordnete Sinngebung, leerer Aktivismus. Wir brauchen Gott, wir brauchen Christus, wir brauchen den Heiligen Geist. Denn nur hier ist die Sollbruchstelle zu finden, an der die ewige Welt der Herrlichkeit Gottes seinen wärmenden Strahl der Freude und der Sinngebung in unseren manchmal so grauen Weltalltag hereinbrechen kann. „Ich will euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen“ – nehmen wir Christus beim Wort. Schauen wir jeden Tag, bei jeder Gelegenheit auf die wahrlich Frohe Botschaft. Denn dann wird das Wort aus dem Johannesevangelium „ Wer glaubt, der hat das ewige Leben“ zur erhellenden Realität unseres Lebens.
2. Der Grund der Hoffnung?
Am Abend des Passahfestes – hier sammelt Jesus, der gute Hirte, seine Freunde und Apostel um sich, um sie auf das ihm bevorstehende Martyrium vorzubereiten.
Dennoch, so ganz klar scheinen ihnen die Worte ihres Meisters nicht zu sein. Immer wieder sehen sie Jesus fragend an, immer wieder können sie einfach nicht verstehen, wovon Jesus zu sprechen scheint.
In dieser Stunde, in der sich Christus ganz um die Seelen seiner Freunde kümmert, in einer Stunde, in der er voller Angst und Verzweiflung im Anbetracht seiner nahenden Endes war – dennoch, hier überwand er sich ganz und gar selbst, um ganz und gar für die anderen da zu sein.
In dieser Runde finden wir auch den Judas Iskariot, den Jünger, der Jesus gegen eine Zahlung von 30 Talern verraten hat. Wie mag sich wohl diese Begebenheit aus seiner Sicht zugetragen haben?
„Was nur redet hier Jesus“, wird er sich vielleicht gefragt haben. „Trauer, Freude, sein Wiederkommen – all das kann ich einfach nicht glauben. Ein König will dieser Christus sein, ein König, dessen Macht sich aber nicht zeigen kann, ein König, dessen Autorität dieses Jammertal an Welt nicht anerkennen wird. Wie bin ich nur enttäuscht von ihm. Ich bin verzweifelt, denn was wird sich schon für uns ändern? Das Leid der Menschen wird das gleiche bleiben, und Christus? Irgendwann wird man ihn verhaften, irgendwann wird man ihn in den Kerker werfen oder gar töten. Was wird dann nur aus uns, aus mir? Warum nur habe ich mich so fehlleiten lassen von Christus? Sicherlich, Wunder hat er gewirkt, sicherlich gepredigt hat er mit Vollmacht, voller Glaube hat er zu den Menschen geredet! Doch was bleibt? Was habe ich von all dem? Was wird nur aus mir, wie ertrage ich dieses Leben das als einzige Alternative den Tod oder den Kerker vorsieht – denn eines ist ganz klar – diesem Christus folgen heißt ihm in den Tod folgen – dafür bin ich einfach nicht bereit!“
So könnten wohl seine Gedanken damals gewesen sein. Judas, dem der Satan ins Herz eingab, Jesus zu verraten – seine Zweifel und Enttäuschungen waren einfach zu groß. Seine Seele leistete den Lügen des Satans keinen ausreichenden Widerstand, er konnte an die Herrlichkeit Gottes, an die Schönheit einer Nachfolge von Jesus, an eine Freude, die grenzenlos sein wird, wenn Jesus wiederkommt, einfach nicht glauben. Sein Herz war blind geworden und so ist es erklärlich, das dieses so verblendete Herz keine Hoffnung sah und in grenzenloser Enttäuschung diesen seinen Jesus, mit dem er und seine Freunde soviel wundersames erlebt hatten, verriet.
Kaum eine andere Person in der Bibel wird so inniglichst verachtet, wie der Judas Iskariot. Doch verhalten wir Christen uns so ganz und gar anders?
Ich zum Beispiel kann mich hier nicht freisprechen. Viele Male, an denen ich in Krisen geriet, viele Male, in denen ich mich von Gott nicht so recht wahrgenommen sah – auch hier traten Zweifel an die Oberfläche: - warum nur ich, warum tut Gott mir das an – solche Worte kennzeichneten oftmals meine Gedanken. Habe ich nicht gerade da meinen Jesus verraten? Habe ich nicht gerade dort, wo ich vertrauen muss, ihn, seine Liebe, seine Erlösung nicht sehen wollen, habe ich nicht gerade da, wo Jesus mir seine Hand reichen wollte, ihn mit meinem Herzen gar nicht sehen wollen? Ich denke, das eine solche Blindheit Gott gegenüber ein jeder von uns kennt. Unser ganzer Lebensweg wird immer unter der Metamorphose des Glaubenszweifels in die Gewissheit der Gegenwart Gottes stehen. Denken wir dabei immer an die Worte Jesu, der uns daselbst anspricht, der unser guter Hirte ist, der niemals uns der Welt zum Fraße überlässt – denn Gott ist Liebe, seine Gegenwart ist Hoffnung, denn unser Gott unser Jesus ist lebendig – jetzt und in alle Ewigkeit.
Schmerzen, Verzweiflung, Trauer – dies wir immer ein Vorläufiges sein. Christus gebraucht hier das Gleichnis der Gebärenden. Natürlich verursacht die Geburt Schmerzen und Qual – doch diese wird der Freude über das Kind weichen, diese Schmerzen erleidet man als Weg zur Freude. Ja, die Nachfolge von Christus ist kein Kinderspiel, ja, immer wieder erleidet man hier Rückschläge und Ängsten – doch wann auch immer wir am Glauben verzweifeln, Christus wird uns immer lieben. Denn er weiß, das diese Welt einem Angst machen kann, er weiß, das er seine Passion allein ertragen muss, das seine Jünger voller Angst die Flucht gerade dann ergreifen, wo Jesus sie am meisten gebracht hätte. Doch in seiner Liebe spricht er zu ihnen, zu uns allen „ In der Welt habt ihr Angst – doch seid getrost, ich habe die Welt überwunden ( Joh. 16,33)“.
„ Die Welt überwunden“ , so könnte der Judas jetzt fragen: „ Jesus hat die Welt nicht überwunden. Töten sollen sie ihn, so wie er meine Hoffnung getötet hat. Was die Pharisäer mir auch zahlen – ich werde es sein, der Christus ans Messer liefert. Reue? Ich verspüre keine Reue, denn dieser Jesus hat uns irre geführt, er wird niemals ein König sein, denn die Welt wird ihn überwinden“.
Judas verriet Jesus – er verriet seine Hoffnung auf Christus, seine Liebe zu Jesus und die bedingungslose Liebe Christi zu seinem Jünger.
Judas, verwirrt vom Satan, sollte im Angesicht seiner Schuld verzweifeln. Der Verrat war dem Teufel nicht genug, denn seine Herrschaft ist der Tod und niemand, der vom Teufel überwunden ward, wird sein Leben davontragen. Tod, Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit – das sind die Waffen der Finsternis.
Dies bekam auch Judas zu spüren – er könnte gedacht haben „ ich habe Jesus, den Sündlosen, den vor Gott und den Menschen reinen Menschensohn an das Messer der Pharisäer geliefert. Wer soll mich von dieser Schuld befreien, da ich doch meinen Befreier verriet? Wie soll ich in dieser Welt weiterleben, wenn doch meine Hoffnung durch mich den Tod fand?“
Judas Verzweiflung ist fast zu greifen. Sein Versuch, seinen Verrat rückgängig zu machen, scheitert natürlich an den Pharisäern – denn ob dieser Christus schuldig ist oder nicht – das kümmerte sie nicht. Er bedrohte ihre Macht, er bedrohte ihre Falschheit und Verlogenheit – wen also soll es kümmern, ob er wahrlich Schuld auf sich geladen hat?
„Betet damit ihr nicht in Anfechtung geratet“ – so sprach Jesus in seiner wohl dunkelsten Stunde im Garten Gethsemane zu seinen Jüngern. Beten wir, reden wir zu Gott und nähren wir unseren Glauben, auf das wir nicht an Gott, an Christus verzweifeln. Gott ist in seiner ganzen Herrlichkeit immer pro nobis ( für uns) – dieses Vertrauen fordert er von uns, dieses Vertrauen in ihm muss unerschütterlich werden! Fordern wir diesen Glauben von uns, kämpfen wir immer und zu jeder Tageszeit den „guten Kampf des Glaubens“ – denn so werden die Versuchungen und Anfeindungen des Satans, der auch um uns alle „ wie ein brüllender Löwe umherzieht“ wirkungslos bleiben.
Judas richtete sich selber. So gering die Summe war, die er für den Verrat erhielt, für so wenig erachtete der Teufel sein Leben. Er riß ihn in tiefer Verzweiflung in den Tod, in das Reich seiner Finsternis, wo das Licht der Vergebung Christi niemanden mehr scheinen kann!
Dieser Judas aus Kariot muss uns immer ein mahnendes Zeichen sein. Glaube an Gott heißt auch immer Kampf gegen das Böse, heißt auch immer Kampf gegen uns selbst, denn auch unsere Seele kann in aller menschlichen Schwäche im Unglauben überwunden werden.
In jeder Trauer, in jeder Hoffnungslosigkeit müssen wir unserem Jesus vertrauen. Der Glaube an ihn, seine erlösende Passion, in der er für unsere Schuld den Tod erlitt – dies dürfen wir nie vergessen. Jesus kennt einen jeden von uns, die Haare auf unserem Haupt sind von ihm gezählt – vertrauen sie immer und in jeder Situation auf seine Gnade und Barmherzigkeit, denn keine Schuld, die bereut wird, kann dem erlösenden Licht Gottes entgegenwirken. Denn Gottes Macht ist die Liebe, seine Größe ist die Barmherzigkeit, die uns nicht in der Dunkelheit dieser Welt zurücklässt, die immer und überall gegenwärtig für seine Kinder sein wird. Denn wenn wir den Glauben haben, dann hat Gott die Kraft!
Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus unseren Herrn und Gott
AMEN!





