Was bedeutet der Christbaumschmuck?
Christbaumschmuck
Die ersten Weihnachtsbäume wurden mit Äpfeln geschmückt
Bald ist es wieder soweit: Haben Sie Ihren Baum schon ausgesucht? Kerzen besorgt und die Kisten mit dem Weihnachtsschmuck vom Dachboden geholt? Wie man den Christbaum schmückt ist heute dem persönlichen Geschmack überlassen.
Ob modern, ganz Ton in Ton, mit selbst gebastelten Anhängern oder echten Lebkuchen - es gibt unzählige Varianten und erlaubt ist was gefällt. Die ersten Weihnachtsbäume wurden mit Äpfeln geschmückt, als Erinnerung an die Tradition des Paradiesbaumes. Mit den Jahren kamen auch Süßigkeiten, Plätzchen und Nüsse dazu, was zur Bezeichnung Zucker- oder Essbaum führte:
Am 6. Januar zum Dreikönigstag durfte der Baum geplündert und alle Leckereien heruntergeschüttelt werden. Im 17. Jahrhundert wurden wurde der Christbaum zum ersten Mal mit Kerzen beleuchtet, als Symbol für das Licht, das mit der Geburt Christi in die Welt kam. Zu dieser Zeit war die vorherrschende Farbe des Christbaumschmucks rot. Die Menschen drückten damit aus, dass sie in der Geburt Jesu gleichzeitig Christus als Erlöser feierten, der sein Blut für die Menschen vergossen hat.
Bald wurde der Baum bunter und verwandelte sich schließlich in einen Gabenbaum, an dem Geschenke für die Kinder hingen. Noch immer gibt es in Erinnerung an diesen Brauch Anhänger in Form von Miniaturspielzeug. In der Biedermeierzeit wurden die echten Äpfel durch Christbaumkugeln aus Glas abgelöst, die auch heute noch sehr beliebt sind. Die Kugel ist die vollkommene Form und Symbol für das Leben als Geschenk Gottes in einer lebensfeindlichen Zeit. (jm)
Auch andere Motive am Weihnachtsbaum besitzen religiösen Symbolgehalt
Tannzapfen gelten als Zeichen der Fruchtbarkeit.
Anhänger aus Stroh gelten als Symbol für die Futterkrippe.
Nüsse sind eine Metapher für den geheimen Ratschluss Gottes.
Die Glocken rufen vor Weihnachten zur Heiligen Nacht.
Engel mit Instrumenten wie Posaune verkünden die Frohe Botschaft.
Die Weihnachtskrippe
Die Weihnachtskrippe
Der heilige Franz von Assisi hat die Krippe "erfunden"
Als eigentlicher Vater der Weihnachtskrippe gilt der Hl. Franz von Assisi. In der Christnacht des Jahres 1223 hielt er in einer Höhle bei Greccio, eine Krippenfeier mit lebenden Tieren ab. Wie einst die Hirten von Bethlehem pilgerten die Menschen aus der Umgebung zur Krippe und hörten dort die Frohe Botschaft. Ein halbes Jahrhundert später gab es die erste Krippe in Rom. Sie ist heute noch in der Kappelle der Marienkirche St. Maria Maggiore zu sehen. Der Figurengruppe aus Alabaster zeigt Maria und Josef mit dem Jesuskind und betende Hirten.
Der Christbaum
Der Weihnachtsbaum
Ein Zeichen für das Leben
Pünktlich zum 24. Dezember wird er wieder in den Wohnzimmern stehen, der bunt geschmückte Weihnachtsbaum. Ein Brauch, der sich über die Jahrhunderte in ganz Europa verbreitet hat. Der Baum ist heute das beliebteste Weihnachtssymbol und steht in allen Kulturen und Religionen als Zeichen für das Leben. In der Bibel spielt er als Adamsbaum, „Baum der Verheißung“ und Kreuzesbaum eine wichtige Rolle. Auch bei vielen Kirchenfesten gehören Pflanzen und Bäume dazu: Birkenzweige im Mai zu Fronleichnam, Palmen-, Oliven, Buchsbaum- und Weidenzweige als Huldigungszeichen oder Segensträger.
