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Fragen zur Hochzeit

Die Ehe aus Sicht der Kirche

Die Ehe aus Sicht der Kirche

Die verschiedenen Religionen haben ganz unterschiedliche Ansichten zur Ehe und einer Eheschließung. Und selbst innerhalb der Religionen gibt es Abgrenzungen und Abspaltungen. Im Christentum beispielsweise sehen die östlich-orthodoxen Kirchen die Ehe als Mysterium an.





Geschlossen wird die Ehe durch einen Priester. Als besonderes Merkmal der Eheschließung werden die Eheleute hierbei noch gekrönt. Im Gegensatz zu anderen Kirchen ist bei der östlich-orthodoxen Kirche sogar die Scheidung erlaubt. Zwar darf man sich zwei Mal scheiden lassen, doch angesichts der notwendigen Buße fällt das Fest einer zweiten Heirat weitaus weniger imposant aus als das der ersten Hochzeit. Bevor der Beteiligte allerdings zum dritten Mal heiratet, haben es die östlich-orthodoxen Kirchen festgelegt, dass zunächst ein Jahr der Buße fällig ist, bevor man sich erneut in eine Ehe begibt.

Die römisch-katholische Kirche unterteilt eine Ehe grundsätzlich in die sakrametale und in die natürliche Ehe. Dabei umschreibt die sakramentale Ehe eine Heirat zwischen zwei Christen, welche aber auch getauft sein müssen. Diese Ehe zählt bei den Katholiken zu einem der sieben Sakramenten. Dabei spielt in einer solchen Ehe vor allem die Einheit eine wichtige Rolle. Die katholische Kirche nimmt den Begriff Treue und Einpaarigkeit (Mann und Frau, zwei unterschiedliche Geschlechter) sehr ernst. Bei zwei Verlobten, von denen einer nicht der katholischen Kirche angehört, wird verlangt, dass sie erst um eine Sondererlaubnis bitten, bevor sie heiraten dürfen.

Wirklich gültig und unauflösbar wird die Ehe aus Sicht der römisch-katholischen Kirche erst dann, wenn die Verheirateten den Geschlechtsakt vollzogen haben. Im Gegensatz zu anderen Kirchen wird bei der römisch-katholischen keine Scheidung geduldet. Zwar können die verheirateten getrennte Wege gehen, doch eine Scheidung und eine erneute Heirat ist nicht möglich. lediglich dann, wenn einer der beiden Ehepartner stirbt, kann der andere erneut eine Ehe eingehen. Dahin gegen hat man bei einer natürlichen Ehe mehr Rechte, insbesondere was die Scheidung anbelangt. Von einer natürlichen Ehe spricht man dann, wenn eine Ehe zwischen zwei Menschen statt findet, von denen entweder nur einer oder gar keiner getauft ist.

Bei den protestantischen Kirchen muss vor der kirchlichen Trauung eine standesamtliche vorangegangen sein. Die Kirche spendet nachher lediglich den Segen und den Zuspruch Gottes. Dennoch wird vor dem Traualtar in der Kirche von den beiden verheirateten ein Ehegelöbnis abverlangt, welches Gott bezeugen kann. Ein großer Unterschied zur römisch-katholischen Kirche besteht darin, dass die protestantische Kirche die Ehe nicht als Sakrament ansieht. Die Scheidung ist hier möglich.



Wann feiert man die Goldene Hochzeit?

Goldene Hochzeit

Das Feiern der einzelnen Hochzeitstage ist in den letzten Jahren zunehmends zu einer Tradition bei vielen Verheirateten geworden. Dabei kommt es jedoch ganz auf den Charakter der Betroffenen an, ob sie ihre Hochzeitstage besonders feiern oder sich eher davon distanzieren möchten.

Die Goldene Hochzeit stellt bei den Hochzeitstagen zweifellos den wichtigsten dar. Menschen, die bereits seit fünfzig Jahren verheiratet sind und sich immer noch die Treue halten, feiern ihre Goldene Hochzeit. Die Bezeichnung „Goldene“ Hochzeit kommt von dem chemischen Element Gold. Genauso wie dieses Edelmetall ist die Ehe der beiden Verheirateten. Die Kostbarkeit und der Glanz, welcher von dem Metall Gold ausgeht, soll ein Synonym für die Ehe der Betroffenen darstellen.

Nicht selten kommt es vor, dass die beiden Verheirateten diesen Tag besonders feiern. Häufig wird er auch dazu benutzt, sich sein Eheversprechen vor dem Traualtar erneut zu geben und sich die Treue für die kommenden Jahre zu schwören. Vitale und jung Gebliebene widmen diesen Tag ganz ihrem Liebsten und veranstalten eine regelrechte Feier, bei der es Spiele, Reden und Lieder gibt.

Das Wichtigste ist und bleibt aber, dass man sich gegenseitig seine Liebe schenken kann. Natürlich ist dies kein Muss, aber der Ehegatte freut sich an diesem besonderen Tag sicherlich über eine kleine Aufmerksamkeit von seinem Liebsten. Man kann sich auch spezielle Geschenke anfertigen lassen, die dann direkt auf den Tag der Goldenen Hochzeit hinweisen. Reden kann man entweder selbst halten und damit auch in der Öffentlichkeit vor den Gästen seine Liebe zu seinem Ehepartner oder seiner Ehepartnerin gestehen. Oder man engagiert jemanden, der dies für einen tut. Der Fantasie sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt. Ein Vortrag, der mit Musik untermalt wird, ist natürlich etwas ganz besonderes.

Auch Überraschungen haben am Tag der Goldenen Hochzeit Platz. Vielleicht rechnet der Ehepartner gar nicht damit, dass man ein Fest organisiert und alle Verwandten, Freunde und Bekannte eingeladen hat. In diesem Falle wird eine Überraschung selbstverständlich eine noch höhere Anerkennung erfahren.

Diamantenhochzeit

Diamantenhochzeit

In der heutigen Zeit hat man für nahezu jedes Jahr, welches man miteinander verheiratet ist, einen bestimmten Hochzeitstag. Doch interessant wird es meistens erst, wenn man 25 Jahre lang verheiratet ist und deswegen zusammen seine Silberne Hochzeit feiern kann. Das nächstgrößere Fest in Bezug auf den Hochzeitstag stellt die Goldene Hochzeit dar, bei welcher man bereits seit 50 Jahren miteinander verheiratet ist.

Bei der Diamantenhochzeit sind die beiden Betroffenen immerhin sechzig Jahre miteinander verheiratet. Wegen der langen Zeit und des zunehmenden Alters schaffen es nicht viele Eheleute, gemeinsam die Diamantenhochzeit feiern zu können. Aus diesem Grund sollte dieser Tag im Leben der beiden Eheleute ein ganz besonderer sein und auch einzigartig gefeiert werden.

Ihren Namen trägt die Diamantenhochzeit wegen des gleichnamigen Edelsteins. Der Diamant ist der beliebteste Edelstein und wird auf dem Markt hoch gehandelt. Und weil ein Zusammenleben in Liebe und Treu über sechzig Jahre lang auch etwas ganz Besonderes ist, hat man den sechzigsten Hochzeitstag nach dem Diamanten benannt.

Wenn man die Verheirateten, welche ihre Diamantenhochzeit feiern, einmal befragt, wie ihre ehe über all die Jahre hinweg verlaufen ist, hört man, dass es viele Höhen und Tiefen gab. Vielleicht ist einer der beiden Ehegatten auch mal fremd gegangen. Niemand ist ohne Fehler. Ein umso größeres Zeichen für wahre Liebe ist es, dem Partner zu verzeihen.

Dass sich zwei Menschen über sechzig Jahre lang die Treue halten, ist in der heutigen Zeit sehr selten geworden. Wir leben in einer sehr offenen Gesellschaft, in der es manchmal „in“ zu sein scheint, seine Geschlechtspartner oft zu wechseln. Erstaunlich und erschreckend zugleich ist auch, dass in den letzten Jahren die Scheidungsrate ständig zugenommen hat.

Entgegen früherer Zeiten wird es Verheirateten heute viel leichter gemacht, sich wieder scheiden zu lassen. Der einzige, vor dem sie diese Scheidung und den damit verbundenen Treuebruch verantworten müssen, sind sie selbst und der ebenfalls beteiligte Ehegatte.

Ob die beiden Verheirateten ihre Diamantenhochzeit lieber in trauter Zweisamkeit, im engsten Familienkreis oder etwa in großer Runde feiern möchten, bleibt ihnen selbst überlassen. Fest steht aber, dass die Diamantenhochzeit wohl für alle Beteiligten der absolute Höhepunkt sein wird.



Weitere Hochzeitstage

Weitere Hochzeitstage

Neben den sehr bekannten und auch beliebten Hochzeitstagen, wie in etwa die Silbernen oder die Goldene Hochzeit, gibt es auch noch weitere Hochzeitstage. Ob man diese besonders feiern möchte, bleibt jedem Paar selbst überlassen. Doch im Leben von zwei Verheirateten ist wohl jeder Hochzeitstag etwas ganz besonderes.





Wenn man seit neun Monaten verheiratet ist, steht die Bierhochzeit an. Viele kenne diesen Hochzeitstag überhaupt nicht. Traditionell stößt man, wie es bereits der Name erahnen lässt, an diesem Hochzeitstag mit Bier an. Der erste Hochzeitstag, welcher zwölf Monate nach der Hochzeit statt findet, wird Baumwollene Hochzeit genannt. Zu diesem Tag schenken sich die Verheirateten Gegenstände, die aus Baumwolle bestehen. Jedoch ist davon abzuraten, seiner Frau Topflappen oder Ähnliches zu schenken. Hochzeitsdessous wäre ein ideales Geschenk für sie.

Am 10. Hochzeitstag feiert man in einigen Regionen Deutschlands die Rosenhochzeit. Dies soll zum Einen bedeuten, dass die Liebe und die Ehe der Beteiligten nun so schön wie eine Rose ist. Andererseits macht man hier auch nicht vor der Anspielung Halt, dass Rosen Dornen tragen und man die nächsten Jahre in der Ehe aufpassen sollte. Bei den Geschenken kann man hier sehr kreativ sein, insbesondere dann, wenn man ein Romantiker ist. Sicherlich wäre jede Frau freudig überrascht, wenn sie an diesem Hochzeitstag mit Rosenblüten auf dem Bett oder in der Wohnung verstreut, überrascht wird.

Der 25. ist der Tag der Silbernen Hochzeit. Auch hier kann man seiner Kreativität wieder freien Lauf lassen und alles schenken, was aus Silber besteht. Vielleicht freut sich der Ehegatte ja über einen silbernen Bilderrahmen mit einem Hochzeitsfoto darinnen? Einige Paare nutzen diesen Tag aber auch gerne dazu, ihre Bande zu erneuern und sich zum zweiten Mal das Ja-Wort zu geben.

Die Perlenhochzeit wird am 30. Hochzeitstag gefeiert. Symbolisch gesehen bedeutet diese Bezeichnung, dass sich jeder einzelne Hochzeitstag wie kleine Perlen aneinander reihen und jeder einzelne Tag kostbar ist. Für die Mehrheit der Verheirateten bildet dann die Goldene Hochzeit am 50. Hochzeitstag die absolute Krönung. Die Ehe der Verliebten glänzt nun wie Gold. Wenn jemand sechzig Jahre verheiratet ist, feiert er die Diamantene Hochzeit.

Hochzeitstage im Überblick :

Diamantenhochzeit
Diamantenhochzeit In der heutigen Zeit hat man für nahezu jedes Jahr, welches man miteinander verheiratet ist, einen bestimmten Hochzeitstag. Doch interessant wird es meistens erst, wenn man 25 Jahre ...
Goldene Hochzeit
Goldene Hochzeit Das Feiern der einzelnen Hochzeitstage ist in den letzten Jahren zunehmends zu einer Tradition bei vielen Verheirateten geworden. Dabei kommt es jedoch ganz auf den Charakter der ...
Silberhochzeit
Silberne Hochzeit In Deutschland ist es zur heutigen Zeit Brauch, bestimmte Zeitabschnitte in einer Ehe besonders zu feiern. Ein äußerst wichtiger Hochzeitstag stellt die Silberne Hochzeit dar, welche ...

Fragen zur Hochzeit

Fragen zur Hochzeit
Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?Das wird in jeder Gemeinde unterschiedlich gehandhabt. Wenn es erlaubt ist, wird allerdings darum gebeten, dass eine Person das Filmen oder Fotografieren übernimmt, um unnötige Unruhe zu vermeiden. Wenn das Fotografieren während des Gottesdienstes nicht erlaubt ist, besteht meist die Möglichkeit, nach dem Gottesdienst noch Bilder zu machen.
Ist es möglich, die Kirche besonders zu schmücken, und kostet das etwas?Besonderer Blumenschmuck ist in den meisten Kirchen möglich. Da eine Kirche immer mit Blumen geschmückt ist, müssen Sie alles, was darüber hinaus geht selbst bezahlen und meist auch selbst veranlassen, dass die Kirche geschmückt wird.
Was kostet die Trauung?Dies ist in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich geregelt. Während der Traugottesdienst in vielen Gemeinden für Kirchenmitglieder kostenlos ist, erheben andere eine geringe Gebühr. Sollten Sie nicht in Ihrer heimischen Kirche heiraten, können zusätzliche Kosten entstehen. Fragen Sie in diesem Fall den zuständigen Pastor oder die zuständige Pastorin nach den örtlichen Regeln.
Dürfen wir selbst bestimmen, wofür die Kollekte bei unserer Trauung verwendet wird?In vielen Gemeinden ist das möglich. Fragen Sie Ihren Pfarrer oder Ihre Pfarrerin.
Kann uns ein/eine uns bekannter/e /Pfarrer/Pfarrerin trauen, der/die nicht in unserer Gemeinde arbeitet?Ja. Sprechen Sie das mit Ihrem Pfarramt vor Ort ab.
Können wir Tag und Uhrzeit der kirchlichen Trauung wählen?In den Kirchengemeinden gibt es unterschiedliche Traditionen. Teilweise sind bestimmte Zeiten für Trauungen festgelegt, in anderen Fällen können die Termine frei abgestimmt werden. Auf jeden Fall sollten sie den Termin frühzeitig mit Ihrem Pastor absprechen. In der stillen Woche (Karwoche) vor Ostern und an einigen Festtagen sind keine Trauungen möglich.
Wir sind beide nicht in der Kirche. Können wir uns kirchlich trauen lassen?Nein, das ist nicht möglich.
Nur einer von uns ist in der Kirche. Können wir uns kirchlich trauen lassen?In der Regel setzt eine evangelische Trauung die Kirchenmitgliedschaft beider Ehepartner voraus. Ist einer der beiden nicht in der Kirche, so gibt es die Möglichkeit eines Gottesdienstes anlässlich einer Eheschließung. Die nähere Gestaltung dieses Gottesdienstes - auch im Unterschied zur Trauung - fällt in den einzelnen Gemeinden in Deutschland unterschiedlich aus. Um hier also eine konkrete Vorstellung zu bekommen, fragen Sie bitte in Ihrer Gemeinde nach, in der Sie getraut werden wollen.
Kann man einen Gottesdienst anlässlich einer Jubelhochzeit feiern?Ja, es gibt kirchliche Formen, um ein solches Fest zu feiern. Fragen Sie in Ihrem Pfarramt nach!
Gibt es eine ökumenische Trauung?Wenn ein Partner evangelisch, der/die andere katholisch ist, kann entweder ein evangelischer Gottesdienst mit Beteiligung eines katholischen Priesters oder ein katholischer Gottesdienst mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers bzw. einer Pfarrerin gefeiert werden. Umgangssprachlich wird dies "ökumenisch" genannt.
Gibt es ein kirchliches Ritual anlässlich einer Scheidung?Eine Aufgabe des/r Pastors/in ist die Begleitung von Menschen auch in Krisensituationen. Welche Formen und Rituale sinnvoll und möglich sind sprechen Sie bitte bei ihrer/m Pastor/in an. Ein offizielles Scheidungsritual gibt es bisher in der evangelischen Kirche nicht, allerdings wird dieses derzeit an verschiedenen Stellen diskutiert.
Können wir uns als homosexuelles Paar kirchlich trauen lassen?Dies ist nicht möglich. Allerdings können Sie sich vereinzelt als Paar segnen lassen. Sprechen Sie Ihren Pfarrer oder Ihre Pfarrerin an!